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Nerven, Keeper, Powerplay: Grizzlys haben Haie am Haken

Eishockey – Play-Off-Viertelfinale Nerven, Keeper, Powerplay: Grizzlys haben Haie am Haken

2:1 in der Viertelfinal-Play-Off-Serie in Führung gegangen, Kölns Heimvorteil gekillt, mit dem 4:0 am Rhein eine Ansage gemacht - Wolfsburgs Eishockey-Erstligist hat die im Vorfeld favorisierten Haie am Haken. Im Eishockey kann sich das schnell drehen, deshalb bewerten die Profis das Resultat nicht über. Es gibt noch mindestens zwei Spiele.

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Vier Wolfsburger Play-Off-Torschützen: Jeremy Dehner, Brent Aubin, Tyson Mulock und Sebastian Furcher.

Quelle: Imago

Wolfsburg. Am Mittwoch (19.30 Uhr) erwarten die Grizzlys den Gegner erst mal in eigener Halle. Die WAZ analysiert, warum Wolfsburg Top-Chancen hat, die Haie aus den Play-Offs zu werfen.

Special Teams: Nach Spiel zwei und Spiel drei beschworen einige Haie-Profis die eigene Disziplin. Denn Wolfsburg nutzte Strafen (32 Prozent Erfolgsquote, sechs Treffer) gnadenlos. Problem der Haie: Sie haben in der Hauptrunde die meisten Strafen kassiert, können offenbar den Schalter nicht umlegen.

Nervenstärke: Weil die Wolfsburger, was Durchschnittsgröße angeht, physisch vielen Gegnern leicht unterlegen sind, fallen sie öfter um. Haie-Verteidiger Shawn Lalonde sprach von „Schauspielern und Jammerern“. Später droschen Kölner auf Mark Voakes und Brent Aubin, dass Manager Charly Fliegauf den Schlägergebrauch mit Waffen verglich. Öffentlich geben sich die Grizzlys kühl. Kapitän Tyler Haskins zu Härten: „Die sind Teil des Spiels.“ Antworten geben sie auf dem Eis. Und lassen sich nicht provozieren. Als Köln Raufereien suchte, lachte Gerrit Fauser den Provokateur Moritz Müller aus, Haskins fuhr einfach weg.

Torhüter: Wolfsburgs Felix Brückmann hält souverän, Kölns Gustav Wesslau, DEL-Keeper des Jahres, wirkt wackliger. Allerdings: Wesslau hat im Winter dreimal hintereinander vier Tore kassiert, fing sich dann wieder. Felix Brückmann allerdings, zweitbester Keeper (statistisch), hält die Null. Am Sonntag gelang ihm Saison-Shutout Nummer 7.

Defensive: Im Verbund mit Brückmann zermürbt Wolfsburgs Defensivarbeit die Haie, die binnen weniger Wochen zweimal in eigener Halle ohne Tor gegen die Grizzlys blieben. In regulärer Zeit haben die Haie in drei Spielen nur zwei Tore geschossen, aber acht kassiert.

Offensive: Patrick Hager, Ryan Jones und Philip Gogulla, in der Hauptrunde Kölns Torgaranten, haben noch nicht getroffen, es gab nur ein Stürmertor. Bei den Grizzlys haben nicht nur vier Angreifer der beiden Top-Formationen schon Treffer erzielt, sondern mit Tyson Mulock traf ein zuvor eher harmloser Angreifer (nur vier Hauptrunden-Treffer) bereits doppelt.

von Jürgen Braun

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