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Nach dem 1:8 ist die Laune mies

AZ/WAZ-Serie mit Marco Rosa Nach dem 1:8 ist die Laune mies

Er sollte nach dem Abgang von Nationalstürmer Kai Hospelt Wolfsburgs neuer Top-Mittelstürmer werden. Marco Rosa packte es, war nach etwas Anlaufzeit einer der beständigsten Feldspieler des Eishockey-Erstligisten EHC. In der AZ/WAZ-Eishockey-Serie berichtet er über die Saison.

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Kein Tor: Für Marco Rosa (r.) hakte es in der Anfangsphase. Dann verpasste er sechs Spiele seines EHC und erlebte beeindruckt, wie Coach Pavel Gross das Debakel von Schwenningen aufarbeitete.

Quelle: Photowerk (bas)

Viermal in Folge hatten wir drei Tore geschossen, nie mehr als eins kassiert. Auf mein erstes richtiges DEL-Tor musste ich weiter warten. Aber das war nicht schlimm. Schlimmer: Beim vierten Sieg dieser Serie war ich nicht mehr dabei, hatte beim Erfolg zuvor in Berlin einen schweren Check kassiert. Eishockeyspezifische Bewegungen waren nicht mehr drin, jede Bewegung extrem schmerzhaft.

Bis zum Comeback dauerte es länger, als ich gedacht hätte, der dichte Spielplan führte dazu, dass ich sechs Spiele verpasste. Schöner Mist, denn es lief sowieso nicht bei mir, irgendwie brachte ich nicht das - was ich bringen konnte und wollte und dann noch das. Allerdings erlebte ich das folgende Debakel dadurch nicht live mit. Die Siegesserie fand in Schwenningen ein Ende. Mit 1:8. Bei der Besprechung am Tag danach war die Laune mies. Ist doch klar.

Doch nicht nur nach diesem Spiel haben mich unsere Coaches beeindruckt. In Nordamerika sagt man: „Gewinner versuchen das Problem zu beheben.“ Genauso halten es Pavel Gross und Mike Pellegrims. In Europa ist das offenbar ein größeres Thema, wenn ein Spiel hoch verloren geht. Vielleicht deshalb, weil es im Vergleich zu Nordamerika nicht so viele Partien in der regulären Saison gibt. Man muss da nach außen kein Riesentheater drum machen. Das heißt nicht, dass man eine Partie einfach abhakt nach dem Motto, „kann ja mal passieren“. Und genauso läuft es auch hier. Ruhige, klare Analyse. Denn natürlich hat so ein Debakel Gründe. Die muss man durchleuchten, die Probleme beheben. Und aus den Fehlern lernen, um sich für den weiteren Saisonverlauf zu präparieren.

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