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Hähnchenrupfen im Sauerland: Grizzlys gewinnen 6:1

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Hähnchenrupfen im Sauerland: Grizzlys gewinnen 6:1

Iserlohn. Auswärts läuft es bei den Grizzlys Wolfsburg. Bei Schlusslicht Iserlohn Roosters gewann der deutsche Eishockey-Vizemeister gestern mit 6:1 (2:0, 3:1, 1:0) und schob sich vor dem Schlager am Sonntag (14 Uhr) gegen die Eisbären Berlin in die Verfolgergruppe des Spitzenduos. Sebastian Furchner (2), Jeremy Dehner (2), Brent Aubin und Mark Voakes und schossen den Sieg heraus.

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Ganz starker Auftritt: Tyler Haskins, Doppeltorschütze Sebastian Furchner und Jeff Likens (v. l.) hatten das 1:0 herauskombiniert - und den Weg geebnet für einen souveränen 6:1-Erfolg der Grizzlys in Iserlohn.

Quelle: Digitalfoto Matthias

Auf dem Papier war Wolfsburg der Favorit gewesen. Das heißt in der Regel im Eishockey gar nichts. Aber gestern stimmte es. Zwar begannen die Roosters erwartungsgemäß aktiv, hatten ein frühes Powerplay, Ex-Grizzly Chad Bassen verzog direkt danach völlig freistehend. Dann war Schluss mit lustig. Die Sauerländer machten reichlich Fehler, die Gäste konnten sich immer wieder einfach durchsetzen. Alexander Weiß und Christoph Höhenleitner waren durch, vertändelten noch, der nächste Konter, von Likens und Tyler Haskins glänzend aufgezogen, wurde von Furchner zum 1:0 vollstreckt. Danach waren die Sauerländer spürbar das schwächere Team, Wolfsburg machte nichts draus. Bis zur Matchstrafe für Brad Ross.

Nach dem 0:2 durch Voakes‘ Powerplay-Treffer verkürzte Iserlohn. Es hätte brenzlig werden können, doch kaum eine Munte später spielten die Roosters einen schlimmen Querpass, Aubin nahm ihn mit, vollstreckte zum 3:1. Das Schlusslicht war vom Tempo und der individuellen Klasse deutlich unterlegen. Furchner konterte, Ryan Button haute ihn um - und was zuerst als Penalty angezeigt wurde, war dann das 4:1, den genau wie Furchner war auch der Puck nach dem Foul ins Tor gerutscht. Der Treffer galt.

Danach wurden die Roosters („Hähnchen“) weiter gerupft, es wirkte es fast wie ein Freundschaftsspiel für das Team von Pavel Gross, man kombinierte locker, manchmal sah es aus wie Überzahl, obwohl es keine war - und so fiel auch das 5:1. Fabio Pfohl hatte für Dehner aufgelegt. Sein erster DEL-Treffer für Wolfsburg hatte dem Ex-Münchner offenbar Appetit gemacht -er löffelte später gleich noch einen von der blauen Linie rein.

Der Erfolg war auch in der Höhe für Wolfsburg verdient - allerdings ist in den nächsten Partien mit stärkeren Gegnern zu rechnen. Sebastian Furchner, nach seinem Doppelpack nun mit drei Treffern in Wolfsburgs interner Torjäger-Liste vorn, urteilte: „Wir haben Iserlohn nicht viele Chancen gegeben, ein Tor zu erzielen.“ Seine Tore waren ihm nicht so wichtig. Furchner: „Wir wollen defensiv gut spielen, das ist uns gelungen.“ Trainer Pavel Gross meinte: „Die ersten fünf Minuten waren nicht gut. Danach haben wir uns gefangen und konzentriert gespielt. Das Resultat waren die Tore.“

von Jürgen Braun

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