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Grizzlys sind jetzt heiß auf Nürnberg

Eishockey – Play-Offs: Kein Siegerbier, aber überglücklich Grizzlys sind jetzt heiß auf Nürnberg

Ein Bier für den Fall des Sieges - das hatten die Grizzlys Wolfsburg nicht dabei. Aberglaube steht dagegen. Und Vernunft. Dem Spiel galt die Konzentration, nicht der Rückfahrt. Und so saß der Eishockey-Halbfinalist nach dem Triumph in Köln auf dem Trockenen...

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Alle auf die Wand: Die Grizzlys eilten nach dem Halbfinal-Einzug in Köln alle Mann zu ihrem Supertorwart Felix Brückmann (orange-schwarzer Helm), der das 1:0 gesichert, wie eine Wand gegen die Kölner Angriffe gestanden hatte.

Quelle: Imago

Köln/Wolfsburg. Überglücklich waren die Wolfsburger in den Bus geklettert. „Es war kein lauter Jubel“, so Manager Charly Fliegauf. „Eher stille Freude nach einer phänomenalen Leistung.“ Und dem einen oder anderen war schon nach einem Siegerbier. Das war erlaubt. Nur: Die Grizzlys rollten nach Mitternacht gen Heimat, wo sie am Mittwoch früh um 4.30 Uhr ankamen. Und nach Mitternacht gab es kein Bier an der Raststätte.

Am Donnerstag geht die Play-Off-Reise weiter. Nach Nürnberg. Am Mittwoch war frei oder Gelegenheit zur Pflege, die viele nötig hatten.

Felix Brückmann, der Tor-Held, der jetzt einen sensationellen Gegentorschnitt von 1,0 und eine sensationelle Quote abgewehrter Schüsse von 96,6 Prozent aufweist, urteilte: „Die Leidenschaft, die wir an den Tag gelegt haben, war entscheidend.“

Nachdem die Serie nach Spiel 6 plötzlich 3:3 nach Wolfsburger 3:1-Führung gestanden hatte, hatte Coach Pavel Gross seine Schützlinge motiviert, indem er sie darauf aufmerksam machte, dass sie sich freuen dürften, ein Spiel 7 erreicht zu haben. „Jetzt“, so Fliegauf, „dürfen wir glücklich sein, noch dabei zu sein. Köln hat den doppelten Etat, vielleicht die besseren Einzelspieler, aber wir sind noch da, darauf kann man stolz sein.“

Die Spieler nutzen das bisschen Freizeit, um durchzuschnaufen. Brückmann sagt: „Ich genieße die freien Stunden und versuche dann, möglichst wenig an Eishockey zu denken.“

Brückmann, die Wand, hatte den Keeper des Jahres Gustaf Wesslau in der Viertelfinalserie ausgestochen. Mit Hilfe seiner Vorderleute. Die hatten abgeräumt, was ging. Matchwinner Tyson Mulock, der das Tor zum Halbfinale schoss, hatte zuvor schon hinten ein Highlight gesetzt, nämlich Nick Latta so gekonnt weggedrängt, dass der den Puck nur auf, aber nicht über die Linie bekam, wie der Videobeweis zeigte. Tysons Bruder TJ, der unauffällig für Köln agierte, hat nun Urlaub. Der Wolfsburger: „Für meinen Bruder tut es mir sehr leid. Aber so ist das in den Play-Offs, wir können nicht immer beide gewinnen.“

Stürmer Gerrit Fauser: „Wir haben nie an uns gezweifelt, wussten, dass wir in Köln gewinnen können. Wir haben unser Tor gemacht, dann Beton angemischt.“ Trainer Gross: „Unterm Strich haben sich die Jungs das Glück in der Serie erarbeitet. Aber wir haben noch nichts erreicht - es geht weiter!“

von Jürgen Braun und Jakob Schröder

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