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Grizzlys schaffen Wunder nicht: Europa-Aus nach 2:5 in Zürich

Grizzlys Wolfsburg Grizzlys schaffen Wunder nicht: Europa-Aus nach 2:5 in Zürich

Zürich. Die Reise der Grizzlys durch Europa ist vorüber. Der deutsche Eishockey-Vizemeister verabschiedete sich gestern (übrigens wie Meister München) aus der Champions League, unterlag bei den ZSC Lions in Zürich mit 2:5 (1:0, 0:2, 1:3). Jeff Likens und Gerrit Fauser trafen für die Gäste vor 3100 Besuchern.

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Da ist der Traum praktisch vorbei: Zürich bejubelt das 1:1, Grizzlys-Kapitän Tyler Haskins dreht traurig ab. Hätte Wolfsburg das 2:0 erzielt, wäre das Hinspiel vielleicht noch zu drehen gewesen. So aber brach Wolfsburg ein, verlor gestern im Rückspiel in der Schweiz 2:5 und verabschiedete sich aus der Champions League.Fotos: cp24 (2).

Ob es an den neuen Autos lag, die es einen Tag vorher gegeben hatte - jedenfalls sah es so aus, als ob die Wolfsburger trotz des kräftezehrenden Programms zuvor (fünf Spiele in zehn Tagen) noch genug Sprit im Tank hatten. Sie ließen spüren, dass sie gewillt waren, das 1:4 aus dem Hinspiel zu drehen und Europas Bühne - wenn denn überhaupt - erhobenen Hauptes zu verlassen. Die Grizzlys machten mehr, Zürich lauerte wie im Hinspiel eher passiv auf Chancen. Als die nicht kamen, machten die Gastgeber ein wenig mehr. Als die Schweizer die Partie im Griff zu haben schienen, jagte ihnen Likens von der blauen Linie den Puck ins Netz.

Mit der Führung im Rücken spielte Wolfsburg mit Bedacht und meist konzentriert. Einzig nach einem Fehlpass von Jimmy Sharrow, in dessen Gefolge Severin Blindenbacher die Latte traf, war es richtig brenzlig.

Defensiv besser stehen, die Chancen besser nutzen - so wollte Wolfsburg im Rückspiel das Wunder von Zürich schaffen. Es haute nicht ganz hin. Offensiv fehlte ein Quäntchen Glück und Kaltschnäuzigkeit. Alexander Weiß hatte in der 26. Minute das 2:0 auf dem Schläger, fuhr nach einem Fehlpass allein auf Lukas Flüeler zu, der mit der Schulter parierte. Hätte das Ding gesessen, Wolfsburgs unüberhörbare Fankolonie wäre wohl noch lauter geworden. Und die Grizzlys noch heißer.

So schien es ein Weckruf für die Lions (Zweiter in der Schweiz) zu sein. Sie erhöhten den Druck, erzwangen ein Powerplay und glichen in doppelter Überzahl aus. Das war praktisch schon der K.o.. Mit Wolfsburgs Defensive war es dann auch vorbei. Zwei Aufbaufehler führten zu zwei Lions-Toren, nach Fausers Anschluss spielte Keeper Sebastian Vogl hinter dem eigenen Tor bei Grizzlys-Überzahl noch Zürichs Pius Suter an, der zum 4:2 vollstreckte. Es wurde noch höher, letztlich zu hoch.

Grizzlys-Trainer Pavel Gross sagte: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben. Wir haben gegen eine Top-Mannschaft gespielt, die Fehler nutzt. Wir haben uns gut verkauft.“

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