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Grizzlys auf der Jagd: Es geht los!

Wolfsburg startet am Dienstag in Köln ins Viertelfinale Grizzlys auf der Jagd: Es geht los!

Mit ihren offiziellen Play-Off-Shirts saßen die Grizzlys am Montag auch im Bus gen Köln. „Zähne zeigen“ heißt das Motto, das Bärengebiss ziert die Brust, die Bären sind wieder auf der Jagd. Sie starten den neunten Anlauf auf den deutschen Eishockey-Titel. Wie so oft als Außenseiter. Aber das heißt in den Play-Offs wenig.

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Rein in die schönste Eiszeit: Die Play-Offs beginnen am Dienstag, Mark Voakes (r.) und die Grizzlys starten bei den Kölner Haien (l. Travis James Mulock) in die Viertelfinalserie.

Quelle: Imago

Wolfsburg/Köln. Coach Pavel Gross: „Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Serie spielen werden.“ Am Dienstag (19.30 Uhr) geht es bei den Haien los - Spiel eins der maximal über sieben Partien laufenden Viertelfinal-Play-Offs gegen Köln. Play-Off - das andere Eishockey.

Ab jetzt ist jedes Spiel intensiv, ab jetzt, so erklärt Wolfsburgs Routinier Sebastian Furchner (spielt seine 14. Endrunde), „geht es in jedem Spiel um viel, wenn nicht um alles. Jedes Spiel hat seine Bedeutung.“ Ob man gewinnt, ob man verliert, es verändert die Situation, verändert den Druck, hinzu kommt das stetig wechselnde Heimrecht. Die Familie - sofern vorhanden - wird nun zur Nebensache. Furchner: „Es ist entweder Spieltag oder Reisetag.“ Viel mehr gibt es nicht. Das Training dient eher der Regeneration.

Die Gegner kennen sich. Es werden, davon sind alle überzeugt, enge Spiele. Gross weiß: „Die Top-Reihen werden sich möglicherweise neutralisieren.“ Das heißt: Andere können, müssen den Unterschied machen. Gross‘ Motto: „Bei uns ist jeder wichtig!“

Die Anspannung ist enorm. Furchner erklärt: „Schon gleich nach den Spielen diskutiert man. Was haben die gemacht, was wir, was war gut, was weniger.“ Eishockey-Profis im Tunnel - aber es stört sie nicht. Sie lieben die Play-Offs. Wobei, so weiß Furchner auch: „Es ist wichtig, dass man zwischendurch irgendwie auch mal auf andere Gedanken kommt.“

Große Sprüche sind von den Wolfsburgern nicht zu erwarten. Denn auch die werden in den Play-.Offs analysiert. Und werden manchmal zum Bumerang. Furchner erinnert an Florian Kettemer, der 2013 in der Serie gegen Wolfsburg getönt hatte, dass sich Qualität am Ende durchsetze. Er meinte natürlich die Qualität seiner Mannheimer, des Hauptrunden-Ersten. Das stachelte die Grizzlys weiter an. Furchner: „So eine Energie wie dann in unserem Bus war, habe ich noch nie erlebt.“ Qualität setzte sich im Viertelfinale durch. Wolfsburg. Der Zehnte. So gesehen ist die Außenseiterrolle diesmal minimal.

Bei den Grizzlys spielen insgesamt sechs Akteure mit Haie-Vergangenheit, bei Köln ist Ex-Grizzly Daniar Dshunussow im Tor die Nummer zwei, bekam nur drei Einsätze. Dabei wurde der einstige Wolfsburger Publikumsliebling im Stich gelassen, kassierte in 120 Einsatzminuten elf Gegentore. Kai Hospelt war mal Grizzlys-Kapitän. Über Mannheim führte ihn der Weg wieder in die Heimatstadt, mit Furchner ist er bestens befreundet. Der Kontakt wird auch in den Play-Offs nicht abreißen. Der Wolfsburger erklärt: „Wir reden sowieso nicht viel über Eishockey. Und wenn wir meinen, wir müssen Kontakt aufnehmen, werden wir das tun.“ Nur eins ist nicht drin: „Normalerweise setzen wir uns nach einem Spiel noch zusammen. Das gibt es jetzt nicht.“

Den obligatorischen Handshake nach einem Spiel gibt es in den Play-Offs übrigens nur einmal. Nach dem Ende der Serie. Dementsprechend gibt es auch erst dann eine Ehrenrunde.

von Jürgen Braun

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