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Sieben Säulen, doch der Star ist das Team

Grizzlys Wolfsburg vor den Play-Offs Sieben Säulen, doch der Star ist das Team

Nur dreimal war Wolfsburgs Eishockey-Erstligist besser platziert, nur einmal - nämlich 2011, als er Erster war und am Ende ins Finale kam - hat er weniger Gegentore kassiert. Aber möglicherweise waren die Grizzlys noch nie stabiler. Die Mannschaft war bei Wolfsburg meist stärker als ihre einzelnen Elemente, diesmal ist das Team der Star.

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Die bärenstarken Grizzlys: Das Team ist der Star - und steht zum achten Mal in Folge in den Play-Offs um den Titel.

Quelle: Photowerk (bb)

Dafür gibt es Gründe:

Säulen

Im Tor stehen mit Felix Brückmann und Sebastian Vogl zwei der Top-Keeper der Liga zur Verfügung, Jeff Likens, Robbie Bina, Sebastian Furchner (zum vierten Mal in Folge neuer persönlicher Torrekord, mit 22 Treffern viertbester DEL-Torjäger) und Mark Voakes (Liga-Spitze mit +17 in der Plus-Minus-Wertung) sowie Kapitän Tyler Haskins spielten fast durchweg auf hohem Niveau. Likens ist durch nichts zu beeindrucken, Bina steht hinten extrem solide und hat elfmal getroffen - DEL-Spitze. Furchner und Haskins bestechen außer durch hohe Torgefahr durch ungeheure läuferische Arbeit. An den Säulen konnten sich alle orientieren. Etwa Youngster Fabio Pfohl, einer der Shootingstars der Liga, der noch viel Potenzial hat.

Schwäche als Stärke

Obwohl das Skoring von Norm Milley und Matt Dzieduszycki punktemäßig nicht adäquat ersetzt wurde, obwohl Marco Rosa Kilometer weg vom Skoring 2014/15 war, obwohl Brent Aubin lange Anlauf zu Torgefährlichkeit brauchte, die Zugang Tim Wallace vermissen lässt; obwohl Andy Reiss, Jimmy Sharrow und Patrick Seifert eine ganze Weile Unsicherheitsfaktoren waren - vielleicht hat all das es Wolfsburg leichter gemacht, sich ans System zu halten, sich gegenseitig zu helfen.

Defensive

Zum System zählt auch die Defensive. Der Slot wird inzwischen oft perfekt verteidigt. Die Defensive ist die Basis, „sie muss stimmen. Auch wenn wir natürlich auch Tore schießen müssen“, so Trainer Pavel Gross. Wolfsburg hat mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert, aber mit 152 in etwa so viele Tore geschossen wie in fast allen Saisons.

Special Teams

In Über- und Unterzahl zählt Wolfsburg zu den Top-Teams der Liga. Gross: „Die Specials Teams können in den Play-Offs noch mehr den Unterschied machen.“

Alle wichtig

Jeder ist wichtig, das betont Trainer Gross oft. Mancher spielte sich auf die Tribüne und wieder rein. Mancher musste oft brummen, weil genügend Spieler fit waren oder auf der eigenen Position richtig Überangebot herrschte. Doch am Ende zählte jeder. Und biss jeder für jeden. Gross am Sonntag nach dem letzten Hauptrunden-Spiel gegen Nürnberg: „Kompliment, wie sich die Mannschaft durchgekämpft hat.“ Denn da war sie zum wiederholten Mal nicht komplett gewesen, längst war jeder wichtig und bewies das auch. Gross beeindruckt: „Und von den verbliebenen war längst nicht jeder im Vollbesitz seiner Kräfte nach den anstrengenden Wochen. Trotzdem hat jeder seine Zweikämpfe auf Top-Level geführt.“

Steigerungen

Viele Spieler hatten im Laufe der Saison richtige Tiefs. Die meisten sind da durch. Brent Aubin trifft wieder, Tyson Mulock begann zu treffen und war plötzlich ein Monster im Penaltyschießen, Gerrit Fauser fand seinen Torriecher. Einzig Daniel Widing hat Probleme, traf nach 15 Toren in den ersten 27 Partien nur noch einmal danach.

rau

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