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Grizzlys-Plan: Hinten dicht, damit es vorne öfter scheppern kann

Eishockey – DEL Grizzlys-Plan: Hinten dicht, damit es vorne öfter scheppern kann

Wolfsburg. Ob die Straubing Tigers schon zittern? Im Eishockey-Oberhaus erwarten sie am Freitag (19.30 Uhr) den Tabellendritten aus Wolfsburg, der auswärts bislang jedes DEL-Spiel der Saison gewonnen hat. Die Bilanz ist top, 20 Punkte aus zehn Spielen, doch Coach Pavel Gross dreht weiter an den Stellschrauben.

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Hier wird aufgeräumt: Björn Krupp (v.) hat Kölns Ex-Grizzly Kai Hospelt im Griff, Keeper Sebastian Vogl die Scheibe. Das Defensivspiel steht bei den Wolfsburgern jetzt im Fokus.

Quelle: Imago

Der Trainer sieht sein Team, ganz normal zu diesem Zeitpunkt, längst nicht am Ende. Der nächste Plan: Mehr Tore durch bessere Defensive.

Was beim ersten Hören kurios klingt, ergibt dennoch Sinn: Nur wer den Puck hat, kann ein Tor schießen. Und: Anders als in vielen anderen (Teamsportarten hat man nicht ewig Zeit, das Spielgerät zu behaupten. Die Einsatzzeit einer Formation auf dem Eis ist begrenzt. Gross erklärt: „Je schneller wir auf dem Eis in der Defensive mit allen Spielern die richtige Positionen haben, desto schneller können wir die Scheibe gewinnen und desto schneller können wir selbst angreifen.“

Muss man selbst die Scheibe zu lange jagen, sind 15, 20 Sekunden verstrichen, ehe der eigene Aufbau beginnen kann. Dann wird es schwer, noch eine Torchance zu kreieren, bevor gewechselt werden muss. Noch fataler: Gelingt ein Angriff und wird vom Gegner gestoppt, dann werden der Rückweg und die neuerliche Verteidigungsarbeit ganz gefährlich.

Bei Spitzenreiter Köln hatten die Grizzlys vieles richtig gemacht. Und dann gnadenlos zugeschlagen. Chancenverwertung aber klappt nicht immer so gut. Der Trainer sagt: „Wenn wir defensiv gut stehen, werden wir in Zukunft noch mehr Chancen haben.“ Dann kann es öfter beim Gegner scheppern.

Gute Defensive hilft auch, gegnerische Chancen zu verhindern. In Straubing ist es immer gefährlich. Angreifer Fabio Pfohl: „Da ist Wahnsinns-Atmosphäre, da ist es für jeden Gegner hart.“ Gross ergänzt: „Straubing spielt ein System, das in der DEL nicht viele spielen. Die neutrale Zone ist ziemlich voll.“ Das wird Wolfsburg offensiv lösen müssen - und defensiv auch. Scheibenverluste in der neutralen Zone sind ganz gefährlich. Die Umsetzung des neuen Plans könnte helfen.

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