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Grizzlys-Not immer schlimmer

Eishockey: Wolfsburg Grizzlys-Not immer schlimmer

Die Personallage beim deutschen Eishockey-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg ist ohnehin schon angespannt – doch die Not könnte jetzt noch schlimmer werden.

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Quelle: imago/Zink

Wolfsburg. Am Montagvormittag stand ein schöner Termin an: Werksbesichtigung bei Volkswagen, das sich als Hauptsponsor stark beim deutschen Eishockey-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg engagiert (siehe Bericht auf der VW-Seite dieser Ausgabe). Doch entspannte Stimmung mochte bei Manager Charly Fliegauf nicht aufkommen. Denn die Personalnot könnte noch größer werden. Kapitän Tyler Haskins fliegt mit seinen unklaren Beschwerden am Dienstag in die USA, wird dort am Mittwoch untersucht. Bei Abwehrspieler Jimmy Sharrow besteht Verdacht auf eine schwerere Fingerverletzung.

Und das ausgerechnet vor zwei weiteren Champions-League-Spielen.

Am Freitag müssen die Grizzlys bei Banska Bystrica ran. Etwas Zählbares dort wäre wichtig, um sich eine Chance aufs Weiterkommen im fürs Image wichtigen Wettbewerb zu erhalten. Doch Fliegauf ahnt: „Es ist eine schwere Situation. Es ist nicht leicht, jetzt die Balance zu finden, die Schwerpunkte zu setzen, das Training zu dosieren.“ In der Slowakei können die Grizzlys wahrscheinlich nur mit elf Stürmern und fünf Verteidigern antreten. Sechs Ausfälle – „damit“, so Fliegauf, „war nicht zu rechnen. Und wir haben uns gut aufgestellt gesehen.“

Mit acht Verteidigern und 14 Stürmern stand Wolfsburg so stark wie selten zuvor zu Saisonbeginn da. Nun fallen unter anderem drei Ausländer womöglich länger aus. Und dann müsste Fliegauf sogar noch einmal umdenken. Die zehnte Ausländerposition sollte noch vergeben werden an einen Außen, der auch als Mittelstürmer spielen kann. Der Manager sagt: „Gut, dass wir den Trumpf noch nicht ausgespielt haben.“ Bei Robbie Bina (Adduktorenbeschwerden) ist das Comeback noch nicht absehbar. Sollte Sharrow lange ausfallen, müsste Wolfsburg plötzlich eher hinten tätig werden.

Doch die Not könnte noch schlimmer werden. Fällt auch Haskins länger aus, wäre Wolfsburg eines seiner beiden Top-Mittelstürmer beraubt. Auch da wäre dann eigentlich Handlungsbedarf.

Fliegauf hofft auf gute Nachrichten in diesen Tagen. Haskins unterzieht sich einer Untersuchung bei Michael Collins, einem Teamarzt von NHL-Klub Pittsburg Penguins. Der hatte mal Superstar Sidney Crosby, der an massiven Gehirnerschütterungsfolgen litt, in die Spur gebracht. Und danach Wolfsburgs Mark Voakes, als der seine Gehirnerschütterungssymptome nicht los wurde. Haskins klagt seit Wochen über Nackenbeschwerden, die gehirnerschütterungsähnliche Symptome verursachten. Untersuchungen in Wolfsburg hatten keine Lösung gebracht. Den Termin in den USA hatte sich Haskins vor zwei Wochen besorgt. Am Freitag gegen Banska Bystrica hatte der Center nach längerer Pause gut gespielt, dann wieder Probleme.

Von Jürgen Braun

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