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Grizzlys-Goalie Vogl: Zimmer-Hockey mit den Kids, Angeln mit Sharina

WAZ/AZ zu Besuch bei Wolfsburgs Torwart Grizzlys-Goalie Vogl: Zimmer-Hockey mit den Kids, Angeln mit Sharina

Wolfsburg. Dass er sich irgendwann mal so wohl fühlen würde in Wolfsburg, das hätte Sebastian Vogl nicht erwartet. Schließlich hatte der Eishockey-Profi zuvor nur in Bayern gespielt. Inzwischen möchte er fast gar nicht mehr weg.

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Die Freizeit gehört der Familie: Eishockey-Torwart Sebastian Vogl im Kreise seiner Liebsten. In Detmerode fühlen sich alle schon lange pudelwohl.

Quelle: Roland Hermstein

Zumindest fühlt er sich mit Gattin Sharina und den Kindern Isabella und Tristan so wohl in der Wohnung am Wald in Detmerode, dass er nicht ausziehen wollte, obwohl er eine größere hätte haben können. Für vier ist die jetzige ein wenig klein, „dafür liegt sie perfekt für uns als Familie mit Hund, wir haben den Waldspaziergang direkt vor der Tür.“ Seit 2012 ist der Keeper bei den Grizzlys. Stets liefert er sich einen harten Kampf mit dem anderen Torwart. Erst mit Daniar Dshunussow, nun mit Felix Brückmann. Es gibt keinen Anspruch, die Nummer 1 zu sein. Man muss sich beweisen. Das ist das Prinzip bei den Grizzlys. „Der Gewinner soll die Mannschaft sein“, sagt Vogl.

Privat versteht er sich mit seinem Konkurrenten Brückmann bestens. Man hilft sich, man gibt sich Tipps. Und im Training da trommelt dann auch schon mal der eine für den anderen Applaus mit dem Schläger aufs Eis.

„Die Teamchemie ist schon sensationell in Wolfsburg“, sagt Vogl. Seine Gattin bestätigt: „Auch unter den Familien ist der Zusammenhalt super, das habe ich so noch nicht erlebt.“ Vogl ist von klein auf Torwart. Einfacher Grund: „Mein älterer Bruder Thomas, inzwischen Trainer in Erding, hat auch gespielt, es war der einfachste Weg, im Winter auf dem Teich bei den Großen dabei sein zu dürfen. Und dann habe ich schnell gemerkt, dass mir das Spaß macht. Denn im Tor kann ich ein Spiel entscheiden.“ Auch im negativen Sinne. „Das gehört dazu“, sagt der Keeper.

Am Sonntag erlebte er die andere, die gute Seite. Nachdem Brückmann kurz zuvor vier Siege zu Null in Serie gefeiert hatte, gelang Vogl der erste Saison-Shut-Out mit etlichen Glanzparaden gegen Krefeld. „Nach dem Spiel freuen, dann wieder nach vorn schauen“, blieb er bescheiden. Eine Tugend, die beide Grizzlys-Torhüter auszeichnet.

Trotzdem hatte es dem Landshuter besonders gut getan, denn mit ihm im Kasten hatten die Grizzlys ihre erste große Siegesserie der Saison hingelegt, dann stoppte ihn eine Verletzung. Danach setzte sich Brückmann im Kasten fest, führte die Grizzlys auch zu einer Serie. Jetzt ist der Konkurrent mal wieder dran.

Vogl ist ein Frühaufsteher. „Ich mache für die Kinder das Frühstück, bereite sie für den Kindergarten vor." Das ist auch die Zeit, die er besonders genießt. Genau wie ein kleines Hockeyspiel mit den Kids auf Mini-Tore. Sein VW-Bus trägt typische Grizzlys-Farben, Eishockey-Reliquien wie Pucks, Schläger und Helme zieren die Wohnung. Was Helm-Design angeht, das gibt er zu, „bin ich schon speziell. Nach der Saison denke sich sofort über etwas Neues nach“.

Doch die Vogls haben nicht nur Eishockey im Kopf. Sie sind bodenständig und mitten im Leben. Sharina etwa gibt ehrenamtlich Kurse in ihrer Kirchengemeinde. Motto: „Flinke Füße“. Gemeinsam stehen sie gern in der Küche und bereiten ernährungsbewusst Essen zu. Vogl ist im Team als Grill-Experte bekannt und beliebt. Außerdem gehen die beiden gern fischen. Weil sie hier in keinem Verein sind, „haben wir halt schon jeden Forellen-Angelteich unsicher gemacht“, sagt Vogl schmunzelnd. Doch momentan ist eher die Zeit, den nächsten Puck wegzufischen.

von Jürgen Braun

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