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Gerrit Keferstein: Dieser Ex-Footballer hält die Grizzlys fit

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Gerrit Keferstein: Dieser Ex-Footballer hält die Grizzlys fit

Wolfsburg. Wenn da nicht die vielen schweren Knochenverletzungen gewesen wären - wer weiß, ob für Vizemeister Grizzlys Wolfsburg vergangene Saison nicht mehr drin gewesen wäre. Erfreulicher Fakt aber ist: Muskuläre Verletzungen sind beim Eishockey-Team seltener geworden.

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Schaut ganz genau hin: Fitness-Experte Gerrit Keferstein (dunkles T-Shirt) war für Starttests bei den Grizzlys in Wolfsburg.

Ein Grund: Die seit zwei Jahren währende Zusammenarbeit mit den Fitness-Experten von Allout Performance. Deren Chef Gerrit Keferstein, einst mal ein starker Football-Spieler auch für Braunschweig, war zu den Starttests vor Ort.

Keferstein und sein Team betreuten Bonn aus der Basketball-Bundesliga, im Eishockey kümmerten sie sich um die Kölner Haie sowie das Junioren-Nationalteam. Da hatte Grizzlys-Manager Charly Fliegauf ihre Arbeit kennengelernt. Im Eishockey sei die Regeneration im Vergleich zu anderen Sportarten sehr wichtig, erklärt Keferstein: „Wer 70 Spiele in knapp neun Monaten leistet, der muss wissen, wie man sich richtig ausruht.“

Am häufigsten zwickt es bei den Eishockey-Profis in der Leistengegend sowie den Adduktoren - dort muss bei den kleinsten Problemen interveniert werden. Keferstein: „Man muss sich das so vorstellen, als ob in einem Auto eine Schraube lose ist. Man kann damit zwar noch bis in die Werkstatt fahren, eine Weltreise schafft man damit aber nicht mehr.“ Hat ein Spieler eine noch so kleine Blessur, muss sofort gegengesteuert werden. Sonst kann ein Wehwehchen schnell zu einem wochenlangen Ausfall werden.

Um zu überprüfen, wo die Grizzlys noch Nachholbedarf für die Vorbereitung haben, führten Keferstein, Kollege Thilo Mund und Grizzlys-Fitnesscoach Anton Blessing, der ebenfalls von Allout kommt, diverse Tests durch. Die Analyse von Bewegungsabläufen, Balance und Koordination stand im Vordergrund, aber auch die Ernährungsgewohnheiten des Teams wurden mit Fragebögen erfasst. „Die Saison ist lang, da kann man gar nicht auf genug Kleinigkeiten achten“, erklärt Keferstein. Coach Pavel Gross sieht‘s genauso: „Mit den Experten wollen wir in dieser Saison noch mehr optimieren.“

Damit auch im Laufe der Saison die richtigen Entscheidungen getroffen werden, steht Blessing im Austausch mit Keferstein. Er schickt Leistungsdaten nach Bonn, dort werden Trainingsanpassungen erarbeitet und dann in der Eis-Arena umgesetzt. Bleiben alle Schrauben fest angezogen, sind die Grizzlys bereit für die lange Reise durch die DEL-Saison.

von Jürgen Braun

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