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Fliegauf: „Meiner Frau gehe ich auf den Geist!“

Vorm Play-Off-Start: Manager im WAZ-Interview Fliegauf: „Meiner Frau gehe ich auf den Geist!“

Die Grizzlys haben jede Menge Play-Off-Erfahrung in ihren Reihen, etliche Spieler, die auch schon Meister waren - und einen ebenso erfahrenen Manager, der Endrunden als Aktiver und als Sportdirektor erlebt hat.

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Natürlich schielt er nach oben: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf hofft, dass Außenseiter Wolfsburg am Ende Köln überrascht.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Ob Charly Fliegauf (56) überhaupt noch Nervosität kennt, wie er sich auf die Spiele vorbereitet und was er von der Serie erwartet, verriet er im Interview mit WAZ-Sportredakteur Jürgen Braun.

Die Spieler lassen sich größtenteils Bärte sprießen in der Play-Off-Zeit. Haben Sie das früher auch gemacht? Pflegen Sie immer noch ein Ritual?

Nein, mit meinem Bart passiert nix. Früher allerdings habe ich das auch gemacht. Und ich kenne auch die Tradition, am Spieltag immer das Gleiche zu essen. Meine Marotte ist es, die Trikotwahl zu treffen, wenn wir eine Wahl haben. Aber das mache ich ja auch während der Saison. Also eigentlich bin ich da ganz entspannt.

Kein bisschen Play-Off-Fieber? Keine Anspannung?

Anspannung ist schon da. Das merke ich daheim, wenn ich etwa an Spieltagen vormittags im Büro bin, dann mittags noch heimfahre. Da gehe ich meiner Frau auf den Geist. Bin mit den Gedanken woanders. Beim Eishockey. Es gibt viel abzuarbeiten, zu regeln. Da habe ich im Laufe der Jahre natürlich viel Routine, muss aber umgekehrt auch aufpassen, dass die Routine nicht nachlässig macht. Diese Zeit ist schon anders. Da wache ich nachts schon mal auf, weil mir etwas einfällt. Das schreibe ich mir auf.

Was erwarten Sie von der Serie gegen Köln?

Einen Abnutzungskampf. Beide Teams sind nicht gerade für Offensivspektakel bekannt, es stehen sich die beiden besten Torhüter der Liga gegenüber, das wird sehr, sehr spannend.

Vor zehn Jahren haben Sie in Wolfsburg angefangen, gleich zum Start gab es in Play-Offs die Rückkehr in die DEL. Zum Jubiläum hätten Sie sicher gern mal wieder einen Meistertitel?

Natürlich will man Meister werden, es war für uns oft nicht weit weg. Aber es ist auch unglaublich schwer. Als Ziel können wir uns das nicht setzen. Im Vergleich mit Köln, Mannheim, Nürnberg und München ist es für uns ein Kampf mit ungleichen Waffen. Den haben wir schon mehrfach erfolgreich bestritten. Finanziell geht die Schere aber immer weiter auseinander.

Was stimmt sie für die Grizzlys optimistisch?

Das wir praktisch komplett starten können, noch Akteure in der Hinterhand haben, das hatten wir nicht oft. Das sehe ich mit Freude. Das sind gute Voraussetzungen. Wenn alle ihr Leistungsvermögen abrufen, dann werden wir die Überraschung schaffen. Und wenn wir die Disziplin haben und Geduld bewahren. Geduld - das Wörtchen wird man in den Play-Offs oft hören. Köln hat die besseren Einzelspieler, wir werfen Geschlossenheit, Fitness und Kampfgeist in die Waagschale. Das sind die Attribute, die uns begleiten, die uns stark machen.

Zwei Ex-Grizzlys bei Köln, sechs Ex-Kölner auf Grizzlys-Seite, schürt das Zusatz-Motivation?

Denkbar. Es gibt ja auch noch das Bruderduell Mulock gegen Mulock, die mal mit Berlin Meister waren. Emotionen dürfen dabei sein. Aber sie sollten kontrolliert sein.

In den Play-Offs gibt es schon mal kleine Sticheleien.

Das ist normal. In Köln sollen wir nun vor den Haien trainieren. In der Saison waren wir nach ihnen dran. Uns macht das nichts.

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