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Fair: Sharrow rettet Nürnberg vor großer Strafe

Eishockey: Playoffs Fair: Sharrow rettet Nürnberg vor großer Strafe

Eishockey-Play-Off-Viertelfinale, Spiel zwei in Wolfsburg, die Grizzlys siegten am Sonntag 5:3. Dass Nürnberg nach 0:3 noch auf 3:3 heran kam, machte die Sache spannend - und dafür müssten sich die Ice Tigers eigentlich bei Wolfsburg-Verteidiger Jimmy Sharrow bedanken. Dessen Fairplay sorgte dafür, dass Nürnbergs Patrick Reimer keine große Strafe und keinen Ausschluss kassierte.

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Das hätte ins Auge gehen können: Jimmy Sharrow wurde nach einem Stocktreffer gegen den Kopf vom Eis geführt und von Teamarzt Dr. Nazem Hamade untersucht, dann machte er weiter - was dem Verursacher wohl eine große Strafe ersparte.

Quelle: cp24

Wolfsburg. In der 11. Minute hatte Reimer dem Wolfsburger das vordere Schlägerende ins Gesicht befördert - das gibt mindestens eine kleine Strafe, bei Verletzungsfolge eine größere. Und diese „Verletzungsfolge“ wäre gegeben gewesen, hätte sich Sharrow in der Kabine behandeln lassen. Er wurde zur Ersatzbank geführt, Teamarzt Dr. Nazem Hamade kümmerte sich um ihn. Die Schiedsrichter diskutierten, fuhren zu Sharrow, der sich nach einer Weile ans andere Ende der Spielerbank gesellt hatte und gebückt abwarte.

Die Unparteiischen fragten ihn mehrfach, ehe sie eine Entscheidung trafen. Sharrow: „Ich konnte ihnen sagen, dass ich etwas aufs Auge gekriegt habe. Wie oder was, das wusste ich nicht.“ Die Unparteiischen standen so vor dem Dilemma: Verletzungsfolge oder nicht? Bei Blut - auch wenn es nur ein kleiner Cut ist -, ist die Entscheidung nach einem Stocktreffer einfacher. So aber konnten es die Referees bei der kleinen Strafe belassen. Eine Regelung, die Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf grundsätzlich kritisch sieht: „Bei einem Tropfen Blut gibt es den Ausschluss, wenn fast das Auge weg ist, gibt es zwei Minuten.“ Was ihn noch störte: „Eigentlich sollten die Unparteiischen ihre Entscheidung nicht von der Befragung des Spielers abhängig machen.“

Sie taten es, Sharrow setzte damit ein Signal Richtung Sportlichkeit, Nürnberg traf danach dreimal im Powerplay. „Wir spielen ein gefährliches Spiel“, so der Grizzly. „In die Kabine zu gehen und dann vielleicht zurückzukommen, wäre für mich nicht okay gewesen.“

von Jürgen Braun

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