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EHC kassiert historische Pleite

Eishockey EHC kassiert historische Pleite

Ein Debakel, eine Abreibung von historischer Dimension! So viele Gegentore wie beim 1:8 (0:1, 1:3, 0:4) am Mittwoch vor 3000 Fans bei den Schwenninger Wild Wings hatte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg in der DEL auswärts noch nie kassiert.

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Historische Pleite: Für Simon Danner (l.) und den EHC gab es kein Entkommen. Er schlitterte in Schwenningen zum Entsetzen von Trainer Pavel Gross (ganz rechts) in ein 1:8.

Quelle: Fotos: Reinhardt/CP24

Coach Pavel Gross kramte vergeblich in seiner Erinnerung, ob er mit Wolfsburg mal so eine Klatsche erlebt hatte. In Straubing hatte es mal ein 0:7 gegeben. In den Play-Offs. „Von vorn bis hinten schlecht!“ So urteilte Manager Charly Fliegauf.

Es hatte nichts geklappt. Wolfsburg hatte zu kompliziert gespielt, war im Powerplay mal wieder völlig harmlos, die Gastgeber spielten geradlinig mit Zug zum Tor - und trafen da auch auf suboptimale Gegenwehr. Sebastian Vogl räumte den Kasten nach dem 1:3, hatte zweimal gepatzt, Daniar Dshunussow gab sein Saison-Debüt, machte auch keinen guten Eindruck und hechtete beim 1:8 gar am Puck vorbei.

„Es gibt solche Spiele“, seufzte Kapitän Tyler Haskins. In den Besprechungen danach sei es sachlich geblieben. Wie immer. „Geht man damit um, als gäbe es keinen Sonnenaufgang mehr, schießt man sich nur selbst in den Fuß“, sagte Haskins. „Dann schleppt man das mit ins nächste Spiel. Und das belastet, macht einen dann in dem Spiel kaputt.“

In der Besprechung gestern forderte Gross erneut die Besinnung auf ein gutes Defensivspiel. Dass es da haken könnte, hatte er offenbar geahnt. Schon vor Schwenningen hatte er die Verbesserung der Abwehrarbeit gefordert. Vielleicht hatten da einige nicht richtig zugehört - nach nur acht Gegentoren in sechs Partien. Nach acht Gegentoren in nur einem Spiel durfte sich Gross gestern einer gewissen Aufmerksamkeit sicher sein. „In Schwenningen war jede unserer Entscheidungen falsch“, seufzte er. „Wenn es schlecht läuft, dann richtig.“

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