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EHC-Torwart Vogl: „Es geht seit vier Jahren stetig bergauf“

EHC Wolfsburg EHC-Torwart Vogl: „Es geht seit vier Jahren stetig bergauf“

Starke Leistungen, Top-Statistik - Sebastian Vogl hat sich beim EHC Wolfsburg zu einem Spitzenkeeper der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gemausert. Und bis 2016 verlängert. Am Ende seiner Entwicklung sieht er sich trotzdem noch lange nicht.

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Vergangene Saison gut, jetzt noch besser: EHC-Keeper Sebastian Vogl (r.) hat sich zu einem Top-DEL-Torwart entwickelt.

Quelle: Boris Baschin / Mike Vogelsang

WAZ-Sportredakteur Jürgen Braun sprach mit dem Torwart des Eishockey-Erstligisten.

WAZ : Was gab den Ausschlag für Wolfsburg?
Vogl : Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl hier, hinzu kommt, dass der Klub alles tut, dass man sich gut entwickeln kann.

WAZ : Manager Fliegauf verweist auch auf die Arbeit der Torwarttrainer Siggi Harrer und Benedikt Weichert...
Vogl : Wir Keeper werden in Wolfsburg sehr gut gefördert.

WAZ : Was sind Ihre nächsten Ziele?
Vogl : Ich möchte mich weiter verbessern, möchte mein Spiel dauerhaft auf diesem hohen Level halten, mich in der DEL etablieren, will beweisen, dass die aktuellen Leistungen und Werte kein Zufall sind.

WAZ : Top-Werte bei Gegentorschnitt und Fangquote - wie sehr schauen Sie auf die Statistik?
Vogl : Mich interessiert zumindest die Fangquote mehr als der Gegentorschnitt. Die ist für mich aussagekräftiger.

WAZ : Sie standen gegen Iserlohn nur bei einem Gegentor zwischen den Pfosten. Eine Top-Quote, trotzdem hat Sie die 0:2-Pleite bestimmt geärgert...
Vogl : Niederlagen ärgern einen immer. Und ich hätte da lieber fünf Tore reingekriegt, wenn wir dafür mit 6:5 gewinnen. Dass ich nur einen reingelassen habe, ist mir da doch recht egal.

WAZ : Was sind die Ziele mit dem EHC?
Vogl : Weiter gut spielen, die Play-Offs erreichen. Wir haben einen guten Stamm, eine Basis im Team. Das ist gut. Das ultimative Ziel ist natürlich, auch mal deutscher Meister zu werden.

WAZ : Erfahrung im Meisterwerden haben Sie ja...
Vogl : Stimmt. Mit Bad Tölz in der Oberliga und mit Landshut in der 2. Liga.

WAZ : Waren das wertvolle Erfahrungen auch für Play-Offs im Oberhaus - oder ist das nicht vergleichbar?
Vogl : Ich denke, das sind nützliche Erfahrungen. Das Zweitliga-Finale 2012 war das Derby zwischen Landshut und Rosenheim, da war jedes Spiel ausverkauft. Die Anspannung, den speziellen Charakter zu erleben, kann einen nur weiterbringen. Ich glaube, in den Spielen habe ich von den Rängen jede Beleidigung gehört, die es nur gibt, aber...

WAZ : Aber...
Vogl : ...als Torhüter musst du fokussiert bleiben. Egal, was die Fans, egal, was die Schiedsrichter machen. Auch, wenn einen so eine Sache wie die in Nürnberg ärgert, weil das Tor erst nach der Sirene fiel - man muss es abschütteln. Es hilft nicht, wir können es nicht ändern, können nur unser eigenes Spiel beeinflussen.

WAZ : An Ihrem Spiel fällt auf, dass es vergangene Saison oft gut war, Sie jetzt aber noch stabiler wirken. Kann man das erklären?
Vogl : Stärker zu werden, besser zu werden muss das Ziel sein. Aber es hat sich schon etwas verändert. 2012 war ich neu, wurde erstmals voll in ein DEL-Team integriert. Das war neu, die Abläufe auch. Die Saison lief lange nicht gut. Das galt es alles zu verarbeiten, aufzunehmen. Und das sind natürlich alles Erfahrungen, auf die ich jetzt im zweiten Jahr in Wolfsburg aufbauen kann. Wenn ich zurückschaue, würde ich sagen, es geht jetzt seit vier Jahren stetig bergauf. Es wäre schön, wenn es so weiter ginge.

WAZ : Sie sind jetzt im guten Torwartalter, ein wenig jünger als die meisten DEB-Torhüter - hegen Sie den Wunsch, die Hoffnung, dass Sie es auch mal ins Nationalteam schaffen?
Vogl : Es ist auf jeden Fall ein weiteres Ziel für mich und ich denke, ich bin auch noch nicht zu alt dafür. Ein Traum wäre natürlich, es für 2017 und 2018 zu schaffen.

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