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Der EHC-Zeugwart war mal Nationaltrainer

EHC Wolfsburg Der EHC-Zeugwart war mal Nationaltrainer

Ein Schwede, der in Namibia in Afrika Englisch und Deutsch lernte, dort den Inlinehockey-Sport lehrte, hat in Wolfsburg festgemacht. „Vielleicht sollte ich mal ein Buch schreiben“, meint Stef Jonsson, seit dieser Saison Chef-Zeugwart („Equipment Manager“) bei Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg.

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Ein Weltenbummler in Wolfsburg: Der Schwede Stef Jonsson ist seit dieser Saison Chef-Zeugwart beim Eishockey-Erstligisten EHC.

Quelle: Roland Hermstein

Zuvor hatte er diesen Job schon bei Red Bull Salzburg, ist glücklich, „wie man es ist, wenn man bei dem bleiben kann, was man liebt.“ Für Jonsson ist das die Jagd nach dem Puck. Auf Kufen oder Inline-Rollen. Im Eishockey war er gut, aber nicht erstklassig. „Als Inline aufkam, habe ich das schnell adaptiert“, sagt er. Wurde ein erstklassiger Torjäger und Weltmeister mit Schweden. Und gesteht: „Ich hatte Glück, dass ich mit dem vielfachen NHL-Spieler Michael Nylander bei den Stockholm Capitals eine Reihe bilden konnte.“

Es kam ein Angebot aus Swakopmund in Namibia. Dort boomte das Spiel. Jonsson: „Für drei Monate habe ich unterschrieben, zweieinhalb Jahre blieb ich.“ Er war Trainer, Nationaltrainer, Ausbilder, Entwicklungshelfer in Sachen Inlinehockey. In Swakopmund lernte er Englisch und - weil dort viele Deutschstämmige leben - er begann, Deutsch zu verstehen.

Spanische Klubs wie Premia Barcelona wurden auf ihn aufmerksam, Eishockey gab es auch noch. Er coachte die Damen in Ingolstadt, spielte für die ERC-Reserve, lernte damals EHC-Angreifer Christoph Höhenleitner kennen, pendelte zeitweise von Ingolstadt (dort war seine Freundin zuhause, die er in Namibia kennengelernt hatte) zum Klub Valladolid in Spanien. 2008 war die Karriere vorbei. Spanisch konnte er nun auch noch.

Die Kontakte, die ihn als Aktiven oft weitergeführt hatten, trugen ihn weiter. Zu Red Bull Salzburg, wo er mit EHC-Stürmer Brent Aubin Europa-Pokalsieger wurde. Und zuletzt nach Wolfsburg.

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