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Das Fast-Unglück: Ich habe mich nur noch festgehalten

Die WAZ-Eishockey-Serie Das Fast-Unglück: Ich habe mich nur noch festgehalten

Seit 2007 spielt er für die Grizzlys, ist inzwischen dienstältester Profi des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten und hat auch für die kommende Saison noch einen Vertrag. In der WAZ blickt Christoph Höhenleitner noch einmal auf die abgelaufene Spielzeit und die Vizemeisterschaft zurück.

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In der WAZ blickt Christoph Höhenleitner noch einmal auf die abgelaufene Spielzeit und die Vizemeisterschaft zurück.

Quelle: imago sportfotodienst

"Ich kann mich genau daran erinnern. Wir spielten an einem Mittwoch in Düsseldorf, übernachteten dort und fuhren dann am Donnerstag weiter zu unserem letzten Auswärtsspiel der Vorrunde nach München. Wir hatten in Düsseldorf 3:5 verloren und mussten in München punkten, um nicht die Chance auf Platz vier zu verspielen. Es war ruhig im Bus, einige schauten Fernsehen oder spielten Karten. Ich sah einfach nur aus dem Fenster und dachte an gar nichts weiter.

Plötzlich hörte ich ein lautes Hupen - wir waren zu nah an einen LKW herangefahren. So etwas ist unserem Busfahrer Friedhelm noch nie passiert. Ehe ich überhaupt realisieren konnte, was los war, touchierten wir bereits einige Male die Leitplanke. Das Knarren war im Bus deutlich zu hören. Was war da los? Ich habe mich nur noch am Sitz festgehalten und gehofft, dass alles gut wird. Wir Spieler sitzen ja oben und bekamen zunächst gar nicht mit, was sich unten abspielte.

Gott sei Dank kam der Bus dann zum Stehen. Sofort gingen wir nach unten und erfuhren, dass Friedhelm während der Fahrt auf der Autobahn einen Schlaganfall erlitten hatte und unsere zweite Busfahrerin Marzena das Gefährt von neben dem Fahrersitz durch ihr beherztes Eingreifen zum Stehen gebracht hatte. Erst da hatten wir realisiert, was genau passiert war - und was hätte passieren können. Da gerät alles andere zur Nebensache, wir sind mit einem Schrecken davongekommen!

Unsere Busfahrer gehören für uns zur Familie, sind ein Teil des Teams. Natürlich waren wir Marzena alle sehr, sehr dankbar und Friedhelm wünschen wir, dass er wieder vollkommen gesund wird. Und wieder zeigten wir, dass wir auf dem Eis umschalten können. Nach 1:3-Rückstand siegten wir in München noch 4:3 nach Penalty-Schießen. Es sollte der letzte Saisonsieg gegen München werden."

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