Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Das Aus: München feiert Finalsieg in der Eisarena

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Das Aus: München feiert Finalsieg in der Eisarena

Der EHC München ist erstmals in seiner Geschichte deutscher Eishockey-Meister. Der Vorrundensieger der Deutschen Eishockey Liga holte am Freitagabend bei den Grizzlys Wolfsburg mit 5:3 (2:2, 1:1, 2:0) den entscheidenden vierten Sieg in der Finalserie.  

Voriger Artikel
Spaß haben, fair bleiben: Starker Appell
Nächster Artikel
Grizzlys geschlagen: München ist Meister

Alles Aufbäumen reichte nicht: Goalie Felix Brueckmann gibt sich geschlagen - Tor durch Steve Pinizzotto zum 3:4.

Quelle: dpa

Damit fertigte der Favorit seinen Gegner als erstes Team überhaupt in einer Best-Of-Seven-Finalserie ohne eine einzige Niederlage ab. Toni Söderholm (10.), DEL-Rekordtorjäger Michael Wolf (18.), Maximilian Kastner (37.), Keith Aucoin (48.) und Steve Pinizzotto (51.) schossen die Münchner zum Sieg. Der Erfolg bescherte Coach Don Jackson seine sechste Meisterschaft als DEL-Trainer. Der Amerikaner war zuvor bereits fünfmal Meister mit den Eisbären Berlin geworden. 

Sechs Jahre nach dem Aufstieg erlebt das Münchner Eishockey-Projekt seine Krönung - und das mit einem steilen Aufstieg. 2012 wurde der Club vom früheren Vereinschef Jürgen Bochanski noch für „endgültig tot“ erklärt, dann stieg im letzten Moment noch Red Bull ein und sicherte die Zukunft des Clubs. Nun ist der Erfolg endlich in dem Maße da, wie sich der Club und der österreichische Getränkehersteller das vorstellt.  

Den Niedersachsen reichten die Tore von Mark Voakes (17./34.) und Gerrit Fauser (18.) nicht. „Wir haben keinen Bock, zum zweiten Mal zuzuschauen, wie der Gegner bei uns feiert“, hatte Grizzlys-Manager Karl-Heinz Fliegauf vor der Partie betont. Doch genau das trat ein.  

Zunächst wehrten sich die Wolfsburger entschlossen. Lange Zeit verlangten sie München alles ab, obwohl Trainer Pavel Gross nur fünf Verteidiger zur Verfügung standen. Am Ende steht für die Grizzlys jedoch in der Statistik, dass sie das bislang einzige DEL-Team sind, das zweimal in einer Finalserie ohne Sieg blieb. 

Die Partie, in der für beide Teams so viel auf dem Spiel stand, begann temperamentvoll und temporeich. Mit Kampfbereitschaft hielt der personell arg geschwächte Vorrunden-Vierte dagegen. Der bayrische Favorit hatte zunächst leichte Vorteile. Mitte des ersten Drittels war jedoch Grizzlys-Nationaltorhüter Felix Brückmann erstmals chancenlos: Mads Christensen passte mit beeindruckender Übersicht den Puck auf Söderholm, der zu seinem zweiten Playoff-Tor einnetzte.  

Der Ausgleich von Voakes nach einem Konter in Unterzahl leitete eine irre Schlussphase des ersten Abschnitts ein: Binnen 71 Sekunden fielen gleich drei Treffer. Das 1:1 konterte Münchens Kapitän Wolf nur 40 Sekunden später mit seinem 278. DEL-Tor. Gerade eine halbe Minute danach stand es dank Fauser schon wieder unentschieden.  

Auch das vierte Finale bot erneute hochklassiges und packendes Eishockey. „Wir hoffen, dass wir ihnen kräftemäßig den Zahn gezogen haben“, hatte Münchens Uli Maurer schon vor der Partie gesagt - doch er sollte sich irren.  

Nach einem Wechselfehler und Voakes zweitem Treffer lagen die Gäste zurück und gerieten unter Druck. Doch mitten in der Drangphase glich Kastner für München aus - und im Schlussdrittel ebneten zwei weitere Treffer den Weg zum Titel.

Die Vorentscheidung durch Pinizzotto ließ die Wolfsburger die Nerven verlieren. Der Frust entlud sich in einem hinterhältigen Check gegen Münchens Stürmer Yannic Seidenberg, Jeffrey Likens kassierte eine Spieldauer-Strafe.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grizzlys Wolfsburg