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Am Freitag: Krinner-Gedenken gegen die Haie

Eishockey – Viertelfinale: Grizzlys wollen Serie ausgleichen Am Freitag: Krinner-Gedenken gegen die Haie

Das wird Gänsehaut am Freitag! Nicht nur, weil es für Wolfsburgs Eishockey-Erstligist um 19.30 Uhr gegen die Kölner Haie das erste Play-Off-Heimspiel dieser Saison ist. Sondern: Es ist auch der offizielle Abschied der Grizzlys und ihrer Fans vom Ex-Trainer Toni Krinner, der vergangene Woche im Alter von nur 49 Jahren verstarb.

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Am Freitag wird es emotional: Im ersten Play-Off-Heimspiel der Saison planen die Fans eine Choreografie, der Klub ein lautes Gedenken. Es wird der offizielle Abschied vom verstorbenen Ex-Coach Toni Krinner. Christoph Höhenleitner (kl. Bild l.) erinnert sich gern an ihn, ist froh über die Geste seines Klubs.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Trauer und Schock saßen tief - wer schweigen will, darf es tun, doch die Grizzlys wollen keine Schweigeminute, sondern ein anderes Gedenken: Laut. Mit Applaus.

„Wir wollen Toni feiern“, sagt Manager Charly Fliegauf. Warum auch nicht? Die Grizzlys waren mit Krinner in die DEL zurückgekehrt, hatten mit ihm als Coach den Pokalsieg 2009 errungen, einen der größten Erfolge der Klubgeschichte. Die Fans haben eine Choreografie entworfen. Es darf ein lautes Gedenken werden - auch unter dem Motto, das auch Krinner für sich ausgegeben hatte, als die Krebsdiagnose 2015 kam: „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

„Er ist ein Teil von uns“, so Fliegauf, der der Beisetzung am Dienstag im Schneegestöber in Bad Tölz beiwohnte. Von Hans Zach bis Uli Egen waren viele deutsche Eishockey-Größen dabei. Wolfsburgs Manager, der mit Krinner schon vor Wolfsburger Zeiten gemeinsam gespielt und gearbeitet hatte, abends schon wieder beim Spiel in Köln sein musste: „Es war bewegend. Ich bin froh, dass ich da war.“ Er sprach mit den Eltern des Trainers, „sie haben mir gesagt, dass Toni seine beste Zeit bei uns gehabt hatte!“ Und er hat Spuren hinterlassen. Christoph Höhenleitner, der ein halbes Jahr nach Krinner zu den Grizzlys kam: „Unter ihm bin ich ein richtiger DEL-Spieler geworden. Er war ein guter Motivator.“

Er ist froh, dass die Grizzlys, die mit Trauerflor spielen wollen, am Freitag Abschied nehmen können. Auch im Haie-Kader, in dem einige Krinner gut kannten, dürfte das gut ankommen. Höhenleitner: „Ein sehr wichtiges Zeichen, dass wir das machen.“ Er gesteht: „An der Nachricht, dass er nicht mehr unter uns ist, hatte ich schon zu knabbern.“

Laut den Coach feiern, stark sein im Moment der Trauer - und dann laut und stark gegen die Haie: Spiel eins hatten die Kölner am Dienstag gewonnen, am Freitag soll die Revanche gelingen.

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