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Am Ende sind die Haie bissiger als die Grizzlys

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Am Ende sind die Haie bissiger als die Grizzlys

Es sah besser aus als zuletzt, doch es setzte die fünfte Heimniederlage der Saison für den Wolfsburger Eishockey-Erstligisten. Gegen die Kölner Haie gab es gestern ein 3:5 (3:2, 0:3, 0:0). Stephen Dixon (2) und Kris Foucault trafen vor 2750 Zuschauern für die Gastgeber.

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Da geht‘s dahin: Max Reinhart (2. v. r.) jubelt, die Kölner Haie haben das Spiel in Wolfsburg gedreht - und gewinnen mit 5:3.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Es war ein tolles Spitzenspiel, weil es fast alles bot, was den Sport ausmacht. Aber es war für die Gastgeber frustrierend, weil sie am Ende ziemlich gerupft aussahen. Verloren hatten sie die Partie ausgerechnet in ihrer besten Phase - weil sie den Sack nicht zu machten und dann noch übel patzten.

Das Team von Trainer Pavel Gross war nach drei mauen Leistungen und nur einem Sieg aus vier Partien spürbar um Wiedergutmachung bemüht. Nicht alles lief rund, doch die Haie hatten Mühe gegen die wuseligen Gastgeber - und so stand es binnen 32 Sekunden 2:0. Einmal staubte Dixon ab, dann traf er von der blauen Linie. Kölns 1:2 vom Bully vor dem eigenen Kasten weg - das hatte Wolfsburg schon vor einer Woche gegen Augsburg, das sollte nicht passieren. Unverdient war es nicht, TJ Mulock hatte kurz zuvor schon den Pfosten getroffen.

Mit einem tollen Handgelenkschuss stellte Foucault auf 3:1. Jetzt war Köln angeschlagen, Wolfsburg spielte, drückte, hatte Pech, als Aubin nach Klasse-Kombination an Gustaf Wesslau im Kölner Tor scheiterte. Der Druck brachte Überzahlspiele, doch aus denen machte Wolfsburg nichts. Dann bekam Verteidiger Armin Wurm einen Penalty zugesprochen, Wesslau parierte. Das 4:1 war drin, doch es kam anders. Im nächsten Powerplay bot Wolfsburg den Gästen Köln einen 3:1-Konter und der saß kurz vor der ersten Pause. Das war der Anfang vom Ende, Wolfsburg nutzte weitere Überzahlchancen nicht, die Haie (seit sechs Partien ohne Gegentor in Unterzahl) glichen mit verdecktem Schuss aus. Ein kurioses Überzahl-Tor (Corey Potter schoss Max Reinhart aus spitzem Winkel an, dann war der Puck drin) und ein schöner Treffer von Shawn Lalonde, der zu einfach zum Abschluss kam, gaben Wolfsburg den Rest.

Grizzlys-Stürmer Gerrit Fauser: „Wir ziehen unser Spiel nicht voll durch, dachten, dass wir mit 80 Prozent gewinnen können. Das geht gegen ein Team wie Köln nicht.“

von Jürgen Braun und Jakob Schröder

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