Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Rechtstipp "Wet-Lease": Anmietende Fluggesellschaft trägt Verantwortung
Reisereporter Rechtstipp "Wet-Lease": Anmietende Fluggesellschaft trägt Verantwortung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:29 10.04.2018
«Wet-Leasing» ermöglicht Fluggesellschaften kurzfristig auf ein gestiegenes Fluggastaufkommen zu reagieren. Für etwaige Ausfälle haftet der Leasingnehmer. Quelle: Andrea Warnecke
Anzeige
Rüsselsheim

Bei einer sogenannten Wet-Lease-Vereinbarung mietet eine Airline ein Flugzeug samt Besatzung von einer anderen Fluggesellschaft. Nur wer muss die Passagiere entschädigen, wenn der Flug annulliert wird?

Das Amtsgericht Rüsselsheim hat entschieden: Das anmietende Luftfahrtunternehmen ist in der Pflicht. Vom Leasinggeber steht dem Fluggast dagegen keine Entschädigung zu (Az.: 3 C160/17 (31)). Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

In dem verhandelten Fall ging es um einen Flug von Bukarest über Wien nach Prag. Der Flug wurde gestrichen. Der Kläger verlangte von Airline A, die bei dem Wet-Lease der Leasinggeber war, eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht.

Vor Gericht hatte der Mann keinen Erfolg. Die von ihm beklagte Fluggesellschaft sei nicht als "ausführendes Luftfahrtunternehmen" anzusehen. Die Airline trat am Flughafen selbst überhaupt nicht in Erscheinung - sondern Airline B, der Leasingnehmer. Diese bot den Flug unter ihrer Flugnummer an, führte den Check-in und die Abfertigung durch und trug das wirtschaftliche Risiko. Ebenso lag es in ihrem Ermessen, den Flug zu ändern oder zu annullieren.

dpa

Schwierige Wetterbedingungen führen manchmal zu verspäteten Landungen. Dennoch müssen Airlines in gewissen Fällen eine Entschädigung zahlen. Es sei denn, sie haben gute Personal-Gründe.

03.04.2018

Bei einer verspäteten Ankunft am Urlaubsort steht Betroffenen eine Entschädigung zu. Wie hoch diese ist, hängt von der verlorenen Zeit ab. Das zeigt ein Urteil.

27.03.2018

Wer einen billigen Flug bucht, bekommt bei einer Stornierung oft wenig oder kein Geld zurück. Das ist in Ordnung, hat jetzt der Bundesgerichtshof entschieden. Die Klausel benachteilige Kunden nicht unangemessen. Geklagt hatten Passagiere der Lufthansa.

20.03.2018
Anzeige