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10:47 24.08.2018
Eine Wespe schlüpft aus einem Wespennest. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Berlin

Hohe Temperaturen und wochenlange Trockenheit haben Wespen in diesem Sommer prächtige Bedingungen beschert. Nun wird es zum Wochenende zwar feuchter und kühler in Deutschland, die Wespenzeit sei aber noch längst nicht vorbei, betonen Experten. „Die Gemeine Wespe kann durchaus noch einige Monate aktiv sein“, sagt Melanie von Orlow, Biologin beim Naturschutzbund (Nabu). „Im September muss man auf jeden Fall noch damit rechnen, dass sie einen draußen beim Essen umschwirrt.“ Letztlich hänge die Aktivität von Wespen vom Wetter ab – so lange es einigermaßen warm sei, müsse man mit den Insekten rechnen.

Wer nun hofft, dass sich die Lästlinge bis Oktober verabschieden, wird enttäuscht. „Dann lockt das süße Fallobst“, erklärt von Orlow. Allerdings: Von einer Plage dürfte dann keine Rede mehr sein. „So stark wie im Spätsommer tauchen sie im Herbst nicht mehr auf“, schränkt Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtier Stiftung ein. „Dann kann man sein Picknick in der Herbstsonne schon wieder deutlich mehr genießen.“

Wenn es kälter wird, suchen Wespen ein Versteck

Selbst im November und Anfang Dezember könne man Wespen theoretisch noch begegnen, sagt von Orlow. Das passiere aber äußerst selten. „Wenn es kälter wird, suchen die Jungköniginnen ein vor Kälte und Feuchtigkeit geschütztes Versteck, wo sie überwintern können“, erklärt Mark Frenzel vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle. „Das könnten zum Beispiel kleine Hohlräume unter den Rinden morscher Bäume sein.“ Auf der Suche könne sich eine Königin in seltenen Fällen aber auch in Wohnungen oder andere geschlossene Räume verirren.

Wegen der Hitze und der Trockenheit sprechen Experten bereits von einem Super-Wespenjahr. Die sogenannte Schafskälte im Juni, die in früheren Jahren oft einen Rückschlag für die Populationen bedeutete, sei diesmal kein Problem gewesen, heißt es.

Regen sorgt nur kurz für Entspannung

Die zum Wochenende angekündigten Regenfälle dürften nur phasenweise für Entspannung sorgen. „Da halten es die Wespen wie wir: Wir sitzen bei Regen ja auch nicht draußen herum“, sagt Jenifer Calvi. Auch Wespen würden bei solchem Wetter eher selten im Freien auf Nahrungssuche gehen. Nach dem Regen sei aber durchaus wieder mit ihnen zu rechnen.

Was also tun? Tipps, wie man mit den ungebetenen Gästen umgeht, gibt es viele. Einige haben sich bewährt und werden auch vom Nabu empfohlen: Ruhig bleiben, nicht wegpusten, nicht wegschlagen oder gar töten. „Letzteres führt nur dazu, dass dann Duftstoffe ausgesondert werden, die noch mehr Artgenossen anlocken“, sagt Calvi. Abgesehen davon steht das Fangen, Verletzen oder Töten von Wespen ohne vernünftigen Grund unter Strafe.

Von dpa/RND

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