Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wissen Rauchmelder, Rauchwarnmelder, Brandmelder - was ist der Unterschied?
Nachrichten Wissen Rauchmelder, Rauchwarnmelder, Brandmelder - was ist der Unterschied?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:53 26.09.2018
Rauchwarnmelder schlagen bei Rauchbildung Alarm und kommen vor allem in privaten Haushalten zum Einsatz. Quelle: Fotolia
Hannover

Brandschutz ist ein wichtiges Thema, über das viel Verwirrung herrscht. Das ist umso brenzliger, da es in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht gibt. Vermieter, Eigentümer und Mieter sind also für die Installation beziehungsweise Wartung von Rauchwarnmeldern im privaten Wohnbereich gesetzlich verpflichtet. Bei der Recherche stößt man jedoch auch immer wieder auf die Begriffe Rauchmelder oder Feuermelder. Was sind die Unterschiede? Und welche Vorschriften gelten bei der Anbringung?

Rauchmelder oder Rauchwarnmelder?

Wenn im Alltag von Rauchmeldern gesprochen wird, sind in der Regel immer Rauchwarnmelder gemeint. Seltener findet sich auch der Begriff Heimrauchmelder. Tatsächlich geben beide Worte zusammengenommen eindeutig Aufschluss darüber, worin der Unterschied besteht. Rauchwarnmelder warnen Bewohner vor gefährlicher Rauchentwicklung in ihrem Zuhause. Dies geschieht durch eine integrierte Alarmfunktion, meist über einen eingebauten Lautsprecher, der bei Rauch einen Signalton sendet. Rauchwarnmelder kommen in privaten Wohnungen und Wohnhäusern zum Einsatz und sind in allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben.

Rauchmelder hingegen kommen vor allem in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz, also zum Beispiel in Schulen, Universitäten, Flughäfen, Bahnhöfen, Krankenhäusern oder Fabrikhallen. Da hier spezifische Brandschutz- und Notfallmaßnahmen gelten, sind Rauchmelder Teil einer komplexeren Brandmeldeanlage. Bei dieser verfügt nicht jedes einzelne Gerät über eine eigene Alarmfunktion. Stattdessen wird bei Rauchbildung ein Signal von den Rauchmeldern an eine interne Brandmeldezentrale gesendet, über die dann Alarm ausgelöst und die Feuerwehr gerufen wird.

Trotz des technischen Unterschieds hat sich der Begriff des Rauchmelders, vermutlich seiner Kürze wegen, umgangssprachlich durchgesetzt. Aus diesem Grund wird er auch in vielen Infobroschüren und Ratgebertexten als Synonym für Rauchwarnmelder verwendet.

Feuermelder oder Brandmelder?

Doch damit nicht genug. Zu Rauchmelder und Rauchwarnmelder gesellen sich auch noch die Begriffe Feuermelder und Brandmelder - zumindest im üblichen Sprachgebrauch. Auch hier gibt es wieder Unterschiede, über die Laien meist nicht Bescheid wissen. So wird der Begriff des Brandmelders allgemein als Oberbegriff für sämtliche Geräte und Anlagen verwendet, die bei Brandgefahr Alarm auslösen. Dabei wird zwischen automatischen und nichtautomatischen Brandmeldern unterschieden.

Zu letzteren zählen zum Beispiel Feuermelder, die per Knopfdruck bedient werden müssen, um ein Signal an die Brandmeldezentrale zu senden. In der Regel erkennt man diese sogenannten Handfeuermelder an ihrer roten Signalfarbe und dem “Feuerwehr”-Schriftzug über der Glasscheibe, die zur Betätigung des Knopfes eingeschlagen werden muss. Manchmal wird auch ein Piktogramm eines brennenden Hauses verwendet. Wie Rauchmelder sind auch Feuermelder Teil der Brandmeldeanlage und kommen in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz.

Rauchwarnmelder: Wer, wie und wo?

In Deutschland gibt es eine Pflicht zur Anbringung von Rauchwarnmeldern für privaten Wohnraum. In den jeweiligen Landesbauordnungen der Bundesländer ist diese sowohl für Neu- und Umbauten als auch für Bestandsbauten gesetzlich geregelt. Eine Ausnahme bildet Sachsen, wo noch keine Pflicht für Bestandsbauten eingeführt wurde. Zuständig für die Installation und Instandhaltung ist der jeweilige Hauseigentümer oder Vermieter. Je nach Bundesland, kann die Wartung auch an die Mieter übertragen werden. In diesem Fall müssen Vermieter aber regelmäßig überprüfen, dass die vertraglich übergebene Wartung auch erfüllt wird. Doch wo genau müssen die Melder angebracht werden?

Generell gilt, dass Rauchwarnmelder mittig an der Zimmerdecke und in waagerechter Position angebracht werden sollten. Das gilt auch für Dachschrägen. In den meisten Bundesländern müssen alle Schlaf- und Kinderzimmer sowie sämtliche Flure, die als Rettungswege dienen, mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. In Küche, Bad, Garage, Dachboden und Keller sollten dagegen keine Melder installiert werden, da hier höhere Temperaturen, Wasserdampf, Staub oder Abgase einen Fehlalarm auslösen könnten. In diesen Bereichen können stattdessen Wärme- oder Hitzemelder eingesetzt werden. Diese schlagen erst Alarm, sobald eine bestimmte Temperatur überschritten wird oder wenn die Umgebungstemperatur überdurchschnittlich schnell ansteigt.

Übrigens, eine auszutauschende Batterie kündigt sich durch ein wiederkehrendes Piepen an. Dieses ist zwar leiser als der Dauerton, der im Falle eines Alarms erschallt, aber mindestens genauso effektiv, um Bewohner aus dem Schlaf zu schrecken.

Von RND/pf

Verbraucher in Deutschland nehmen mehr Zucker über Softgetränke zu sich als über Süßigkeiten. Im europaweiten Vergleich „trinken“ nur die Niederländer und Slowaken mehr Zucker. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland auf Platz 11.

26.09.2018

Bitdefender, Kaspersky, McAfee, avast!, Norton und co. All diese Namen verbindet man eigentlich mit Antivirus-Programmen und Sicherheit im Internet. Doch wie sieht es mit Antivirus-Apps fürs Handy, Smartphone oder Tablet aus?

26.09.2018

Schwächen vor anderen eingestehen – für viele ist das unvorstellbar. Man könnte sich ja blamieren. Dabei kommt das oft stark rüber, sagen Psychologen. Wenn das mal nicht ermutigend ist …

26.09.2018