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Wissen Forscher entdecken ältestes intaktes Schiffswrack der Welt
Nachrichten Wissen Forscher entdecken ältestes intaktes Schiffswrack der Welt
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16:36 23.10.2018
Das Schiffswrack liegt am Grund des Schwarzen Meeres. Quelle: Black Sea Maritime Archaeology Project/PA Wire/dpa
Southampton

Archäologen haben im Schwarzen Meer das älteste bisher bekannte intakte Schiffswrack der Welt entdeckt. Forscher aus Großbritannien und Bulgarien fanden das griechische Handelsschiff in mehr als zwei Kilometern Tiefe. Ein Stück davon überprüften sie auf sein Alter: Das Schiff ist demnach etwa 2400 Jahre alt.

Die Wissenschaftler untersuchten riesige Flächen des Gewässers mit speziellen Kamerasystemen, die Bilder in großer Tiefe zuließen. Dabei entdeckten sie mehr als 60 Wracks, auch römische Handelsschiffe. Den spektakulärsten Fund machten sie aber mit dem griechischen Handelsschiff vor der bulgarischen Küste. „Das Schiff ist perfekt erhalten. Man sieht sogar noch den Mast“, sagte eine an dem Projekt beteiligte Wissenschaftlerin dem britischen Sender BBC.

Sauerstoffmangel hat das Schiff erhalten

An dem jahrelangen Forschungsprojekt waren Experten der Universität Southampton beteiligt. Ihren Angaben zufolge ist der Mangel an Sauerstoff in den Tiefen des Schwarzen Meeres der Grund für die gute Erhaltung des Fundstücks. Diese Schiffe habe man zuvor nur von Abbildungen etwa auf griechischen Töpferwaren gekannt.

Eine solche Entdeckung habe man nie für möglich gehalten, wird Professor Jon Adams von der Uni Southampton in einer Mitteilung seiner Hochschule zitiert. „Dies wird unser Verständnis vom Schiffsbau und der Seefahrerei in der Antiken Welt ändern.“

Selbst die Gräten von Fischen, die die Griechen gegessen hatten, seien noch an Deck erhalten gewesen, berichteten die Forscher. Außer den vielen Wracks fanden die Experten auch die Überreste einer Siedlung aus der frühen Bronzezeit, darunter Keramik. Das Schwarze Meer ist durch die Meerenge des Bosporus mit dem Mittelmeer verbunden. Möglicherweise geht der Name des großen Binnenmeeres auf die dunkle Färbung des Wassers zurück.

Von dpa/RND

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