Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wissen Forschungsschiff „Polarstern“ soll ein Jahr in der Arktis einfrieren
Nachrichten Wissen Forschungsschiff „Polarstern“ soll ein Jahr in der Arktis einfrieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:39 27.06.2018
Die Polarstern wird ein Jahr im arktischen Eis einfrieren. Quelle: Alfred-Wegener-Institut
Anzeige
Berlin

„Die größte Arktisexpedition aller Zeiten“ – nicht mehr und nicht weniger verspricht das Alfred-Wegener-Institut (AWI). Tatsächlich klingt das Vorhaben abenteuerlich – und aufwendig: Ab Herbst 2019 will sich das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ im Nordpolarmeer einfrieren lassen. 350 Tage soll die „Polarstern“ dann durch die Arktis driften – und dabei viel über die Arktis und die Auswirkungen des Klimawandels herausfinden.

„Die Klimaentwicklung in unseren Breiten hängt entscheidend vom Geschehen in der Wetterküche der Arktis ab“, erläuterte Expeditionsleiter Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Potsdam. „Wir müssen jetzt hinsehen und die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre, Eis und Ozean dort erforschen.“ Gerade im Winter ist die zentrale Arktis noch relativ unerforscht.

Eine Expedition der Superlative

In der Arktis angekommen, soll sich die „Polarstern“ eine Eisscholle suchen, an der sie festmachen und mit der sie dann gemeinsam durch die Arktis driften kann, erklärt Rex. Die Eisdrift selbst hat eine durchschnittliche Geschwindigkeit von etwa sieben Kilometern pro Tag – und sie bestimmt, wohin es geht. Zwischen 60 und 90 Tage lang werden die „Polarstern“ und die Besatzung wahrscheinlich weniger als 200 Kilometer vom geografischen Nordpool entfernt sein.

An der MOSAiC-Expedition sind 17 Nationen beteiligt, sechs Mal hundert Menschen werden auf dem Schiff stationiert sein – versorgt durch Eisbrecher und Flugzeuge, für die extra eine Landebahn aus Eis gebaut werden muss. Rund um die „Polarstern“ sollen mehrere Messstationen positioniert sein. In der Luft, auf dem Eis und unter Wasser werden Messungen gemacht. Die Mission kostet rund 120 Millionen Euro.

Von asu/RND

Nach knapp vier Jahren ist die japanische Sonde Hayabusa2 am Asteroiden Ryugu angekommen. Mit dabei: der Asteroiden-Lander Mascot. Sie sollen klären, aus welchem Material die Erde entstand und wie wir uns gegen Asteroideneinschläge schützen können.

27.06.2018

Geologen haben einen gewaltigen Bergsturz aus der Bronzezeit untersucht. Damals brachen mehrere Millionen Kubikmeter Gestein aus der Nordflanke der Zugspitze. Das könnte auch Auswirkungen auf die Höhe des Bergs gehabt haben.

26.06.2018

Flugbegleiter haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Das haben Wissenschaftler der Harvard School of Public Health herausgefunden.

26.06.2018
Anzeige