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Wissen Ein Becken voller Wunderkinder
Nachrichten Wissen Ein Becken voller Wunderkinder
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18:01 15.03.2018
Birk Grüling ist Journalist und schreibt über Familie und Bildung. Mit Frau und Kind lebt er im Hamburger Speckgürtel. Quelle: gpt
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Hamburg

Kinderlieder vor mich hin brummelnd, ziehe ich einen vergnügten Einjährigen durchs Wasser, streife Schwimmflügel über und jage Quietscheentchen. Bis vor Kurzem erschien mir meine Interpretation des Babyschwimmens als gemeinsames Vergnügen plausibel. Inzwischen wachsen meine Zweifel. Vielleicht ist „Wir haben ganz viel Spaß“ zu laissez faire gedacht. Grund für die Bedenken sind die Wunderkinder und -Eltern, mit denen wir uns neuerdings das Becken teilen.

Im Wasser bleibt nichts unkommentiert

Die Zwillinge Leo und Emma schlafen ausgezeichnet, machen ihre ersten Schritte und der Wortschatz ist exorbitant. Ungefragt teilen ihre Eltern diese Erfolgsnachrichten mit jedem, der es nicht schnell genug unter die Dusche schafft.

Im Wasser bleibt nichts unkommentiert. Als mein Sohn mit dicken Tränen gegen ein mögliches Tauchen protestiert, bekomme ich mitleidige Blicke. Als Dank für meinen Hinweis auf vier durchbrechende Backenzähne erfahre ich, dass Leo und Emma überhaupt keine Probleme mit Zähnen haben. „Eingeschüchtert“ von dieser Wunder(kind)lichkeit flüchte ich ans andere Ende des Beckens.

Vom Regen in die Traufe

Auf einem Plastikstuhl hat ein Vater Platz genommen. Statt etwas abwesend auf sein Smartphone zu blicken, entscheidet er sich für die Rolle des Motivators. In bester Jürgen-Klopp-Manier winkt und klatscht er jedes Mal, wenn Mutter und Tochter vorbeiziehen. „Huhu, Charlotte, du machst das toll! Charlotte, super“. Die Angespornte kaut versonnen auf einem Schaumstoffring. Auch ihr anschließendes Wedeln mit den Schwimmflügeln bleibt nicht unkommentiert. „Charlotte, wie macht der Vogel?“, kurz erhebt sich der Vater von seinem Sitz, die Arme ausgebreitet. Der Mutter ist das Treiben weniger peinlich als gedacht, auch sie fragt ihre Tochter unablässig nach dem Aufenthaltsort des Vaters.

Dem Vorbild folgend, erzähle ich meinem Sohn bei der nächsten Quietscheente etwas über die Lebensweise der plastikfreien Verwandtschaft. Doch meine Ausführungen stoßen auf kindliches Stirnrunzeln. Seine Freude kehrt erst zurück, als ich meine Bildungsmission beende und ihn wieder Kinderlieder brummelnd durchs Wasser ziehe.

Von Birk Grüling /RND

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