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19:01 10.08.2018
Gärtnern kann teuer werden: Doch mit ein paar einfachen Tricks, bleiben die Kosten überschaubar. Quelle: RND-Illustration: Patan
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Hannover

Von der Auswahl der richtigen Pflanzen, über Solarenergie bis hin zum Wasserverbrauch – so sparen Sie bares Geld:

Solarlampen

An einem lauen Sommerabend gemütlich an einem Glas Wein schlürfen und trotzdem nicht im Dunkeln sitzen – Solarlampen machen es möglich. Kostenlos! Denn die Lampen versorgen sich tagsüber autonom mit Sonnen- und Lichtenergie. Sobald die Dunkelheit anbricht, beginnen sie selbstständig zu leuchten. Stromkosten entstehen keine. Im Handel gibt es Solarleuchten meist als Lampions, in Form von Lichterketten, mit Erdspieß und in Einmachglasoptik.

Wasserverbrauch

Der Blick auf die Jahresendabrechnung verhagelt so manchem Gärtner die gute Laune: Denn Wasserpreise scheinen immer nur zu steigen, nie zu sinken. Gartenfreunde, die beim Wasserverbrauch im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf dem Schlauch stehen, sondern Portemonnaie und Umwelt schonen wollen, sollten auf Gießkanne oder Wasserschlauch setzen und nur die Pflanzen gießen, die es auch wirklich nötig haben. Und dann auch nur gezielt im Wurzelbereich bewässern. Auch gilt: Seltener, aber kräftig tränken hält länger vor als häufig und wenig. Wer auf einen saftig grünen Golfrasen auch bei sommerlichen Temperaturen nicht verzichten mag, sollte bei der Bewässerung auf die Morgen- und Abendstunden ausweichen. So bleibt die Verdunstung minimal und das Wasser gelangt dorthin, wo es wirklich gebraucht wird: zu den Gräserwurzeln. Sparfüchse lassen zudem Regenwasser nicht einfach ungenutzt im Boden versickern, sie setzen – je nach Gartengröße – auf Regentonnen oder Zisternen mit mehreren Tausend Litern Fassungsvermögen.

Auswahl der richtigen Gartenpflanzen

Bares Geld und Wasser lassen sich übrigens auch durch die Auswahl der richtigen Gartenpflanzen sparen. So empfiehlt der Naturschutzbund (Nabu) standortgerechte heimische Gehölze und Stauden, die viel weniger Wasser als beispielsweise der feuchtigkeitsliebende Rhododendron oder die empfindliche Hortensie benötigen. Dazu gehören unter anderem Königskerze, Fingerhut, Mauerpfeffer, Hauswurz, Blauraute oder Fetthenne und robuste Ziergräser wie Schmiele und Silberährengras.

Anlegen eines grünen Privatparadieses mit Stauden

Bereits beim Anlegen eines grünen Privatparadieses sollten Stauden ausgewählt werden, die möglichst langlebig sind und nicht bereits nach wenigen Jahren auf Nimmerwiedersehen aus dem Beet verschwinden. Dazu gehören beispielsweise blühfreudige Kandidaten wie Bergenien, Funkien, Pfingstrosen, Taglilien und Maiglöckchen. Nahezu unverwüstlich, wenn auch gern auf Wanderschaft gehend, weil selbstaussäend, sind kunterbunte „Vagabunden“ wie Frauenmantel, Akelei, Dreimasterblume und Fingerhut. Wer sie im Garten einmal hat, überlässt der Natur die Gestaltung von Blütentraumhinguckern, die jedes Jahr an einem anderen Ort auftauchen.

Kompost anlegen

Erfahrene Gärtner wissen: Müll gibt es im Garten nicht. Kartoffelschalen, Rasenschnitt, Laubberge – fast alles, was an organischen Abfällen in Haus und Garten anfällt, kann kompostiert zum Rohstofflieferanten und damit zur Kraftquelle für Stauden, Sträucher und Co. werden. Und wer Kompost statt chemischen Dünger ins Beet bringt, reduziert ganz nebenbei seine Müllabfuhrgebühren.

Auf Nutzpflanzen setzen

Gemüsebeet statt Supermarkt: Wer in seinem Garten nicht nur auf blühende Augenweiden, sondern auch auf Nutzpflanzen setzt, schont die Haushaltskasse: So können im bunten Kräuterbeet beispielsweise wohlriechendes Basilikum neben frischem Schnittlauch und köstlichem Salbei um die Wette wachsen. Auch die Aufzucht von Gurken, Zucchini und Tomaten, Brombeeren und Erdbeeren gelingt leicht. Sie danken ausreichende Pflege mit reichem Ernteertrag.

Boden mit Mulch abdecken

Auch das Mulchen von Staudenbeeten oder den Flächen unter Bäumen und Ziersträuchern mit klein gehäckseltem, getrocknetem Rasenschnitt schont die Gartenkasse. Durch die Abdeckung des Bodens wird der Wasserverlust durch Verdunstung verhindert, die Wurzeln der Pflanzen vor extremer Hitze geschützt. Netter Nebeneffekt: Die drei bis fünf Zentimeter dicke Mulchschicht hält Unkraut im Zaum.

Pflanzen vermehren

Auch wenn der Gang ins Gartencenter noch so verlockend ist – wer seine Geldbörse entlasten möchte, sollte zum „Vermehrer“ werden. Denn Stauden und Halbsträucher, die im eigenen Beet prächtig wachsen, lassen sich einfach vervielfachen und teilen. Die Jungpflanzen wandern anschließend ins eigene grüne Paradies oder werden auf bundesweit stattfindenden Pflanzenbörsen mit Gleichgesinnten getauscht. Auch Saatgut von Gemüsearten wie Tomaten oder Bohnen sowie von mehrjährigen Blütenstauden und einjährigen Sommerblumen wie Akelei, Stockrose, Mohn und Jungfer im Grünen lässt sich leicht ernten. Zum Aufbewahren eignen sich am besten Papiertütchen, die dekorativ gestaltet auch gleich als schönes Geschenk für andere Gartenfreunde dienen. Extratipp: Ob Klopapierrollen, Eierkartons, Joghurtbecher oder aufgeschnittene Tetrapaks – was andere wegschmeißen, macht Gärtner glücklich. Denn dieser Abfall kann befüllt mit torffreier Erde als „Kinderstube“ und Anzuchtgefäß für Gemüse oder Blumen verwendet werden.

Von Julia-Marie Meisenburg

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