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Wirtschaft WhatsApp-Gründer schmeißt bei Facebook hin
Nachrichten Wirtschaft WhatsApp-Gründer schmeißt bei Facebook hin
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09:46 01.05.2018
Der Mitgründer und langjährige Chef des populären Chatdienstes WhatsApp, Jan Koum, verlässt die Konzernmutter Facebook. Es sei Zeit für ihn, weiterzuziehen, schrieb Koum in einem Facebook-Eintrag am Montag. Quelle: dpa
San Francisco

Der WhatsApp-Mitgründer und Geschäftsführer Jan Koum wird die Konzernmutter Facebook verlassen. Das bestätigte er am Montag auf seiner Facebookseite. Die „Washington Post“ meldete, Koum wolle sich auch aus dem Vorstand des Internetunternehmens zurückziehen. Facebook kommentierte den Medienbericht nicht. In den vergangenen Wochen schlug sich das soziale Netzwerk mit einem Skandal um private Daten herum.

Koum gab keine Gründe für den Schritt an. Er sagte lediglich, er wolle weiterziehen und mehr Zeit damit verbringen, „seltene luftgekühlte Porsche-Autos zu sammeln“, an Autos zu schrauben und Frisbee zu spielen.

1,3 Milliarden Nutzer sind bei WhatsApp registriert

Koum und sein Mitgründer Brian Acton hatten WhatsApp 2014 für rund 22 Milliarden Dollar (aktuell 18,1 Mrd Euro) an Facebook verkauft. Sie sicherten sich dabei weitreichende Unabhängigkeit. So blieb WhatsApp werbefrei und die Daten wurden zunächst komplett getrennt. Inzwischen gleichen WhatsApp und Facebook nach Angaben des Unternehmens Telefonnummern ab, um Spam herauszufiltern.

Zugleich setzt WhatsApp auf sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der Nachrichten nur für Absender und Empfänger lesbar sind, aber nicht für die Firma selbst. Der Dienst hat inzwischen mehr als 1,3 Milliarden Nutzer weltweit.

Doch der Datenschutz-Fokus der WhatsApp-Gründer und deren prinzipielle Ablehnung von Werbung machten es für Facebook schwieriger, Geld mit dem teuer gekauften Dienst zu verdienen. Der „Washington Post“ zufolge sperrten sich WhatsApp-Manager dagegen, Daten des Dienstes für übergreifende Nutzerprofile einzusetzen, bei denen auch Informationen von Facebook und der ebenfalls zum Konzern gehörenden Fotoplattform Instagram verknüpft würden.

Zuckerberg gibt sich nachdenklich

In einer Antwort auf Koums Ankündigung schrieb Facebook-Chef Mark Zuckerberg, er werde die Zusammenarbeit mit ihm vermissen. „Ich bin dankbar für alles, (...), was du mir beigebracht hast, darunter das über Verschlüsselung und deren Fähigkeit, die Macht von zentralisierten Systemen zu nehmen und zurück in die Hände der Menschen zu legen.“

Von AP/dpa/RND

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