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Wirtschaft Weniger Mängel: TÜV hat nur wenig zu meckern
Nachrichten Wirtschaft Weniger Mängel: TÜV hat nur wenig zu meckern
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00:30 11.11.2017
Von Albrecht Scheuermann
Mehr Autos ohne Beanstandungen: Prüfer beim TÜV Nord. Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover

Auf deutschen Straßen sind immer weniger Autos mit schwerwiegenden Mängeln unterwegs. Dies hat der TÜV Nord in Hannover festgestellt. Nach der am Mittwoch vorgelegten Statistik sank der Anteil der Fahrzeuge, die eine neue TÜV-Plakette nicht auf Anhieb bekamen, auf 22,2 Prozent nach 22,9 Prozent im Vorjahr. Es war der vierte Rückgang in Folge. Vor vier Jahren lag die Quote noch bei 25,8 Prozent. Zudem fanden die Prüfer mehr Fahr­zeuge ohne jeden Mangel: Ihr Anteil kletterte von 64,3 auf 65,4 Prozent.

Grundlage der Zahlen sind die Hauptuntersuchungen der Prüforganisation von Mitte 2016 bis Mitte 2017. TÜV-Nord-Geschäftsführer Hartmut Abeln sieht in der Entwicklung ein Verdienst der Autobranche: „Die Hersteller bauen gute Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung.“ Zudem spiele die gute Wirtschaftslage eine Rolle: Die Autofahrer kümmerten sich in solchen Zeiten intensiver um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge.

Mängel steigen mit dem Alter

Allerdings sorgen sie offenbar zu selten für das richtige Licht am Fahrzeug. Bei den festgestellten Mängel liegt die Gruppe „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Die Beleuchtungsanlage werde mitunter stiefmütterlich behandelt, obwohl die Kontrolle und Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen seien, kritisiert der TÜV. Immerhin ist auch auf diesem Feld die Quote der erheblichen Mängel erneut gesunken. Daran hätten auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik wie LED ihren Anteil, lobt der TÜV. Nach den Beleuchtungsmängeln folgen in der Statistik die Beanstandungen in den Bereichen „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Wenig überraschend steigt die Quote der beim TÜV durchgefallen Autos mit dem Alter. Bei der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren finden sich an 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es bereits 11,1 Prozent, bei den Elfjährigen müssen sogar 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt.

In dem neuesten TÜV-Report schneiden Autos deutscher Hersteller gut ab, weil sie relativ wenige Mängel aufweisen. Bei den Fahrzeugen im Alter bis zu drei Jahren landete der Mercedes SLK - bei einer durchschnittlichen Quote der erheblichen Mängel von 2,0 Prozent - auf Platz eins. Danach folgt der VW Golf Sportsvan (Mängelquote 2,5), den dritten Platz teilen sich die Mercedes B-Klasse und der Mercedes GLK.

Die meisten Mängel bei ihrer ersten Hauptuntersuchung hatten der Kia Sportage mit einer Quote von 12,6 Prozent. Knapp davor landen der Fiat Punto (12,3 Prozent) und der Dacia Logan mit 12,2 Prozent.

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