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Wirtschaft VW verkauft so viele Autos wie nie zuvor
Nachrichten Wirtschaft VW verkauft so viele Autos wie nie zuvor
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11:30 15.01.2018
Der neue Jetta: VW präsentiert in Detroit den Wagen, mit dem der Konzern in den USA wieder Marktanteile gewinnen will. Quelle: AP
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Detroit

Für Volkswagen war 2017 beim Absatz das erfolgreichste Jahr aller Zeiten: Insgesamt 6,23 Millionen Pkw verkaufte der Konzern weltweit – 4,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders gut lief das Geschäft für die Wolfsburger in China, wo 3,18 Millionen Autos ausgeliefert wurden (plus 5,9 Prozent). Schlechter lief es in Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz im vergangenen Jahr belastet hatte: Zwar konnte VW im Dezember die Zahlen um 8,4 Prozent auf 42.000 Autos steigern. Im Gesamtjahr aber gab es einen Rückgang um 4,7 Prozent auf 531.600 Stück.

Bei der Automesse in Detroit kündigte der Konzern eine Offensive in den Vereinigten Staaten an: Bis 2020 sollen 2,8 Milliarden Euro in die Region fließen. Geplant sei bis dahin der Start von mindestens zwei neuen Modellen auf dem US-Markt pro Jahr, sagte VW-Markenchef Herbert Diess. Eine wichtige Rolle soll dabei der neue Jetta spielen, den VW auf der Ausstellung in Detroit erstmals vorstellt. In den USA war im September 2015 der Abgasskandal aufgeflogen. VW-Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken sprach nun von „sichtbaren Fortschritten“ beim Comeback der Marke dort.

Erstmals seit 2013 legt VW in den USA wieder zu

Bisher waren die Marktanteile in den USA eher gering, legten aber leicht auf knapp 2 Prozent zu. Man arbeite „hart“ an einer Wiedergutmachung der Abgasaffäre, sagte Diess. In den USA sank die Zahl der Auslieferungen im Dezember um 18,7 Prozent auf rund 30.300 Autos. Im Gesamtjahr verzeichnete die Marke dagegen ein Plus von 5,2 Prozent auf 340.000 Auslieferungen – der erste Zuwachs seit 2013.

In der Aufarbeitung der Abgas-Affäre hatte Volkswagen zuvor gemeldet, in Kanada weitere Entschädigungen an Kunden akzeptiert zu haben. Der Vergleich habe einen Wert von bis zu 290,5 Millionen kanadische Dollar (191 Millionen Euro), hieß es auch von den Klägeranwälten. Gerichte müssen die vorläufige Grundsatzeinigung noch genehmigen.

Von dpa/RND

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