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Wirtschaft VW-Ingenieuren droht Entlassung
Nachrichten Wirtschaft VW-Ingenieuren droht Entlassung
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16:36 17.08.2018
Golf-Produktion in Wolfsburg: Der Konzern prüft offenbar arbeitsrechtliche Schritte gegen Mitarbeiter, die in den Abgasskandal verwickelt sind. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Volkswagen prüft offenbar arbeitsrechtliche Schritte gegen Mitarbeiter, die in die Diesel-Affäre verwickelt sind. Hintergrund sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft BraunschweigVW als Beschuldigte hat seit vier Wochen Einsicht in die Akten genommen. Sollten sich dabei Hinweise auf ein tatsächliches Fehlverhalten ergeben, müssten die betroffenen Mitarbeiter – dies dürften zumeist Ingenieure sein – mit ihrer Kündigung rechnen.

VW wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. Nach RND-Informationen aus Konzernkreisen soll gemeinsam mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen geprüft werden, ob arbeitsrechtliche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Die „Bild am Sonntag“ berichtet, die Mitarbeiter würden schon in diesen Tagen ihre Kündigung erhalten. Einige von ihnen seien bereits wegen der Affäre freigestellt. Unklar ist, ob auch Ingenieure betroffen sind, die mit ihren Aussagen Volkswagen belastet haben.

Ermittlungen gegen 49 Beschuldigte

Der Abgasskandal beschäftigt VW seit drei Jahren. Im September 2015 wurde bekannt, dass der Konzern jahrelang Motoren so manipuliert hat, dass die vorgeschriebenen Abgaswerte nur unter Prüfbedingungen eingehalten wurden.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat insgesamt 39 Beschuldigte im Visier. Zusätzlich zu den Vorwürfen der Software-Manipulation und Marktmanipulation geht es bei 6 Beschuldigten um falsche CO2- und Verbrauchsangaben sowie in einem Fall um einen Mitarbeiter, der zur Datenlöschung aufgerufen haben soll.

Auch Ex-Chef Winterkorn unter Verdacht

Die Anklagebehörde ermittelt unter anderem auch gegen Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn sowie gegen den neuen Konzernchef Herbert Diess und den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch wegen möglicher Marktmanipulation. Bei Winterkorn geht es zusätzlich um möglichen Betrug. Er war im September 2015 von seinem Amt zurückgetreten - kurz nachdem US-Behörden Manipulationen bei Dieselautos aufgedeckt hatten. VW hatte nur mit einer „defeat device“ genannten Software die Schadstoffgrenzwerte bei Tests eingehalten.

In den USA waren rund 600 000 Fahrzeuge aus dem Konzern betroffen, in Deutschland ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt für etwa 2,4 Millionen Wagen Rückrufe an. Insgesamt hat Volkswagen für Entschädigungen und Strafen in Nordamerika über 25 Milliarden Euro an Kosten verbucht.

Von Udo Harms/RND/dpa

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