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Wirtschaft Was die DSGVO für Mittelständler bedeutet
Nachrichten Wirtschaft Was die DSGVO für Mittelständler bedeutet
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00:41 21.05.2018
Behncke-Geschäftsführer Alexander Wilhelms (links) und Folkert A. Hensmann: 40 Stunden für die DSGVO Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Was sind eigentlich personenbezogene Daten? Müssen wir jetzt alle Kunden anschreiben? Und wie müssen wir unsere Webseite umbauen? Solche Fragen werden zurzeit in hunderttausenden kleinen Firmen hektisch diskutiert. Denn am kommenden Freitag tritt die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Die Regeln werden strenger, die maximalen Bußgelder höher.

Öffentlich äußern möchten sich wenige Unternehmer zu dem Thema. Viele haben schlicht zu spät mit der Umsetzung begonnen. Andere sind fertig, aber nicht hundertprozentig sicher, ob sie wirklich alles bedacht haben – und meiden deshalb die Öffentlichkeit. Mögliche Strafen schrecken sie ab.

Eine Ausnahme ist Alexander Wilhelms, kaufmännischer Geschäftsführer der hannoverschen Elektrohandwerks-Gruppe Behncke mit insgesamt 150 Mitarbeitern. Zu Behncke gehören vier Firmen, die Maschinen und Anlagen planen, konstruieren und reparieren. 

Eine Woche für den Datenschutz

Wilhelms fühlt sich gut vorbereitet – aber auch er kritisiert das neue Gesetz: „Es bereitet kleinen Firmen bürokratischen Mehraufwand und macht ihnen Angst vor hohen Strafen.“ Er habe in den vergangenen Monaten rund 40 Stunden an der Anpassung gearbeitet – also eine ganze Woche.

Und das, obwohl Datenschutz bei Behncke schon immer selbstverständlich gewesen sei. Zum Beispiel habe man IT-Systeme gut abgesichert und darauf geachtet, dass möglichst wenige Mitarbeiter auf personenbezogene Daten zugreifen können.

Um der DSGVO gerecht zu werden, musste Wilhelms unter anderem Datenschutzhinweise auf Webseiten aktualisieren. In einem internen Verzeichnis musste er minutiös beschreiben, wie und von wem personenbezogene Daten – zum Beispiel Kundendaten – bearbeitet werden. Auch den Umgang mit Bewerbern musste er ändern: Sie erhalten nun per Mail automatisch Informationen, wie die Firma mit ihren Daten umgeht und wann sie gelöscht werden.

„Das muss natürlich alles gepflegt werden, wenn sich in Zukunft etwas ändert“, betont der 43-jährige Diplom-Ökonom. „Das ist ein erheblicher Mehraufwand.“ Doch vor Gesetzen könne man nun einmal nicht kapitulieren. „Es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken.“

Von Christian Wölbert

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