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Wirtschaft Undercover-Arbeiter in Trump-Fabrik verhaftet
Nachrichten Wirtschaft Undercover-Arbeiter in Trump-Fabrik verhaftet
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13:00 31.05.2017
Ivanka Trumps Modelabel geriet schon in der Vergangenheit aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik. Quelle: dpa
New York

Was haben die Fabriken chinesischer Hersteller, die unter anderem auch für Ivanka Trumps Label produziert, zu verbergen? Wie der Guardian berichtete, wurden in den vergangenen Tagen drei Menschrechtler der in New York ansässigen China Labor Watch festgesetzt. Einer davon sei derzeit in Polizeigewahrsam. Der Aufenthaltsort der anderen beiden ist noch ungeklärt.

Laut China Labor Watch sollten die drei Menschrechtler Vorwürfen zu den Arbeitsbedingungen in den Fabriken nachgehen. Dafür waren sie undercover in den Produktionsstätten unterwegs. Zuletzt war berichtet worden, dass dort Tarife unterhalb des Mindestlohns gezahlt würden.

Interessenskonflikte und umstrittene Deals

Sollten sich die Anschuldigen bestätigen, wäre dies nicht nur ein weiteres Beispiel für den unzureichenden Schutz von Arbeitern, die Produkte für westliche Firmen herstellen. Es könnte auch ein Indiz für einen neuen Interessenkonflikt des US-Präsidenten Donald Trump und seiner Familie sein. „Ich glaube, sie wurden festgesetzt, weil diese Fabrik Produkte für Ivanka Trump herstellt“, so Li Qiang, Leiter von China Labor Watch, gegenüber der englischen Zeitung „The Guardian“.

Obwohl Trump entlang seiner Rhetorik von „America First!“ gebetsmühlenartig beklagt hatte, chinesische Unternehmen würden die USA unzählige Arbeitsplätze kosten, scheint es ihn nicht zu stören, dass seine Tochter dort zu Niedriglöhnen Schuhe und Schmuck produzieren lässt.

Bereits vor seinem Amtsantritt war fraglich, inwieweit Trump und seine Familie sich von ihren internationalen Geschäftsbeziehungen distanzieren könnten, um etwaige Interessenkonflikte zu vermeiden. Erst Anfang Mai geriet Jared Kushner, Ehemann von Ivanka Trump, in die Schlagzeilen, als durchsickerte, dass er umstrittene Geschäftsbeziehungen mit chinesischen Investoren anbahne. Diese sollten im Gegenzug für ihre Beteiligung an einem Projekt zum Bau von Luxus-Appartements in New Jersey Greencards erhalten.

Von RND/jsg

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