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Wirtschaft Trump legt Veto gegen Qualcomm-Übernahme ein
Nachrichten Wirtschaft Trump legt Veto gegen Qualcomm-Übernahme ein
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09:17 14.03.2018
US-Präsident Trump sperrt sich gegen eine Übernahme von Qualcomm. Das Unternehmen ist besonders im G5-Netzausbau involviert. Quelle: dpa
Washington

Der bisher teuerste Übernahmeversuch in der Technologie-Industrie ist von US-Präsident Donald Trump torpediert worden. Trump untersagte das über 121 Milliarden Dollar schwere Gebot des Chipkonzerns Broadcom für den US-Rivalen Qualcomm. Ein solcher Deal könne der nationalen Sicherheit der USA schaden, erklärte Trump am Montag zur Begründung.

Widerstand aus Washington gegen die Übernahme zeichnete sich bereits ab: Vor einigen Tagen leitete die Behörde zur Überwachung von Auslandsinvestitionen eine Untersuchung ein und ließ Qualcomm eine möglicherweise entscheidende Aktionärssitzung verschieben.

Das Unternehmen aus Singapur soll Verbidungen nach Peking haben

Qualcomm produziert Funkchips, die in sehr vielen Telefonen für die Verbindung sorgen, sowie auch die Haupt-Prozessoren diverser Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Außerdem arbeitet das Unternehmen auch im Auftrag von US-Behörden - was als Begründung für die Sorgen um nationale Sicherheit dienen kann.

Broadcom hatte zuletzt zugesichert, keine sicherheitsrelevanten Teile von Qualcomm an ausländische Unternehmen zu verkaufen, und stellte eine Investition von 1,5 Milliarden Dollar in den USA in Aussicht. Das reichte nicht, um die US-Behörden umzustimmen. Laut Medienberichten sehen sie Verbindungen von Broadcom-Tochterfirmen nach China und sind besorgt darüber.

Die 5G-Netze könnten in chinesische Hände fallen

Zuletzt zeichnete sich zugleich ab, dass es den USA bei dem Deal auch um die Mobilfunk-Zukunft mit der nächsten superschnellen Datenfunk-Generation 5G gehen könnte. Qualcomm ist ein führender Entwickler der Technologie in Amerika und im Westen insgesamt.

Broadcom hatte bereits signalisiert, dass die Firma nicht besonders an der Fortführung von Qualcomms 5G-Aktivitäten interessiert sei. Die Sorge in Washington ist, dass mit einer Schwächung dieser Forschung chinesische Player wie der Netzwerkausrüster und Smartphone-Anbieter Huawei die Oberhand bei 5G bekommen könnten.

Besonders US-Militär und Sicherheitsbehörden ist nicht wohl bei der Aussicht, eventuell auf Netzwerktechnik aus China angewiesen zu sein. Huawei wird in den USA gerade als Sicherheitsrisiko angesehen, während das Unternehmen jegliche Verstrickungen mit chinesischen Geheimdiensten zurückweist.

Von AP/dpa/RND

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