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Wirtschaft Talanx erhöht Dividende trotz Gewinnrückgang
Nachrichten Wirtschaft Talanx erhöht Dividende trotz Gewinnrückgang
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00:39 22.03.2018
Der scheidende Talanx-Chef Herbert K. Haas ist mit seiner letzten Bilanz trotz des kräftigen Gewinnrückgangs „sehr zufrieden“.  Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

 Eine Serie von Katastrophenschäden hat den Talanx-Konzern vergangenes Jahr heftig getroffen. Dennoch verwöhnt die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe ihre Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung. Die Ausschüttung steigt – wie schon in den vergangenen Jahren - um 5 Cent auf jetzt 1,40 Euro. 

Konzernchef Herbert Haas ist mit dem stark von den US-Hurrikanen im vergangenen Spätsommer zerzausten Ergebnis des Jahres 2017 „sehr zufrieden“. Schließlich zeige sich darin, dass Talanx auch ungewöhnliche Schadenbelastungen „ganz gut verkraften“ könne, sagte er am Dienstag bei der Bilanzpräsentation. 

Das Jahr 2017 war für die globale Versicherungsbranche ein Katastrophenjahr mit einer ähnlichen hohen Belastung wie im „Fukushima“-Jahr 2011 und dem ebenfalls von Hurrikanen an der US-Ostküste geprägten Jahr 2005. Dies traf vor allem die Talanx-Tochter Hannover Rück. Außerdem hatte die Tochter HDI Global, die für das weltweite Geschäft mit der Industrie zuständig ist, viele Feuerschäden im In- und Ausland zu regulieren. Insgesamt kletterte die Großschadenbelastung für die Gruppe auf 1,6 Milliarden Euro, verglichen mit knapp 0,9 Milliarden Euro im Vorjahr. 

Allerdings profitierte der Konzern auch von etlichen positiven Entwicklungen: So trägt die Sanierung des einstigen Sorgenkinds, der deutschen Privat- und Firmenversicherung, Früchte - sie wirft wieder ordentliche Gewinne ab. Bei den geplanten Kostensenkungen von insgesamt 240 Millionen Euro bis 2021 kommt der Konzern laut Vorstandsmitglied Jan Wicke schneller voran als geplant. Dazu gehört auch der Abbau von 900 Vollzeitstellen. Knapp 400 davon seien schon bis Ende 2017 weggefallen. 

Aufwärts ging es ebenso bei den meisten ausländischen Töchtern. Weitaus wichtigster Markt für Talanx ist Polen, die dortige Tochter lieferte auch die mit Abstand besten Ergebnisse. Gute Noten gab es ebenfalls für das Kapitalanlageergebnis. Hier wirkten sich auch gewinnträchtige Aktienverkäufe der Hannover Rück aus. Auch bei den unter der Nullzinspolitik der Europäischen Notenbank leidenden Anleihenrenditen tut sich etwas. Laut Kapitalanlage-Vorstand Immo Querner sind die Zinsen für Neuanlagen wieder über 2 Prozent geklettert, dies sei „sehr erfreulich“. 

Insgesamt sank der Konzerngewinn um gut 25 Prozent auf 672 Millionen Euro, während zugleich die Prämieneinnahmen um mehr als 6 Prozent auf 33 Milliarden Euro zunahmen. Talanx-Chef Haas gab für das laufende Jahr ein Gewinnziel von 850 Millionen Euro aus. Der Start ins Jahr sei schon sehr gut gelungen, berichtete er. 

“Ich konnte nicht nein sagen“

Für den Talanx-Vorstandsvorsitzenden Herbert Haas war es am Dienstag die letzte Bilanzpräsentation. Er räumt demnächst seinen Platz für Torsten Leue, der bislang für das ausländische Privatkundengeschäft zuständig ist. Haas soll mit Ablauf der Hauptversammlung am 8. Mai Wolf-Dieter Baumgartl als Vorsitzenden des Aufsichtsrates ablösen. Ein solcher Wechsel widerspricht einer (nicht bindenden) Vorgabe des „Corporate Governance Kodex“. Die Personalentscheidung hängt damit zusammen, dass der 74-jährige Baumgartl sein Mandat nicht verlängern wollte. Daraufhin habe der Aufsichtsrat ihn gefragt, ob er die Aufgabe übernehmen wolle, erklärte Haas, dessen Vertrag als Vorstandschef eigentlich noch bis Ende 2018 gelaufen wäre. „ Ich hätte ihn gern erfüllt.“ Er habe aber auf die Bitte des Aufsichtsrate „nicht nein sagen“ können.

 

Von Albrecht Scheuermann

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