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Wirtschaft Tui investiert Milliaren in moderne Flugzeugflotte
Nachrichten Wirtschaft Tui investiert Milliaren in moderne Flugzeugflotte
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19:44 29.01.2018
Geringere Kosten, weniger Emissionen: Die Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max sollen in den nächsten Jahren ältere Modelle der TUI-Flotte ersetzen.  Quelle: Boeing 
Hannover

 Der TUI-Konzern modernisiert seine Flugzeugflotte. Das bringt Kostenersparnisse und Vorteile für die Umwelt. Zu diesem Zweck hat der hannoversche Reiseanbieter beim US-Flugzeugbauer Boeing in Seattle 70 Maschinen des Typs 737 Max geordert. Heute landet die erste davon in Brüssel, wo sie von der TUI fly Belgien in Dienst genommen wird. Zum Empfangskomitee im Brussels Airport in Brüssel-Zaventem will auch TUI-Chef Fritz Joussen gehören. 

Die neuen Flugzeuge hatte TUI nach eigenen Angaben  in mehreren Aufträgen seit 2013 bestellt, sie sollen alte Maschinen der insgesamt 150 Flugzeuge umfassenden Flotte ersetzen. Der Reisekonzern verspricht sich davon einen bis zu 20 Prozent niedrigeren Treibstoffverbrauch. Dies senkt nicht nur die Kerosin-Rechnung, sondern auch die Kohlendioxid-Emissionen. Zudem erzeugen die modernen Boeing-Jets laut TUI 40 Prozent weniger Lärm. Damit kommt TUI dem Ziel näher, „bis 2020 die emissionsärmsten Fluggesellschaften Europas zu betreiben“, teilte das Unternehmen mit. 

Zum Konzern gehören sechs Fluggesellschaften in Europa. Die deutsche TUI Fly soll ihre erste 737 Max im Frühjahr 2019 erhalten. Die Auslieferung der 70 bestellten Maschinen werde sich bis Anfang 2023 hinziehen, teilte TUI mit. TUI-Chef Joussen kündigte aber in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an, dass der Konzern den Gesamtauftrag wohl noch auf 90 Jets aufstocken wird. 

Was die Erneuerung der Flotte kostet, wollte der Konzern nicht mitteilen. Der Katalogpreis für die bestellten Maschinen liegt heute je nach Variante zwischen 117 und 130 Millionen Dollar. Allerdings liegt der tatsächlich bezahlte Preis in der Regel deutlich niedriger. 

Während der Konzern bisher vor allem auf Leasing setzte – also die Flugzeuge nicht auf eigene Rechnung erwarb, sondern über eine zwischengeschaltete Leasing-Gesellschaft anmietete –, will er jetzt wieder selbst Eigentümer werden. Laut Joussen könnte dies für jedes zweite Flugzeug der Flotte gelten. Der Schwenk hängt damit zusammen, dass sich die finanzielle Situation von TUI in den vergangenen Jahren deutlich gebessert hat. Dadurch bekommt der weltweit größte Reisekonzern jetzt auch spürbar günstigere Kredite. Deshalb könne er heute neue Maschinen deutlich günstiger finanzieren als leasen, erklärte Joussen

TUI hat im Ende September 2017 beendeten Geschäftsjahr Umsatz und Betriebsergebnis um rund 12 Prozent gesteigert – dies war der dritte Anstieg um einen zweistelligen Prozentsatz in Folge. In den nächsten Jahren soll das so weitergehen. Auch die Eigenkapitalquote hat sich deutlich verbessert. Dies erleichtert dem Konzern, seine ehrgeizigen Investititionspläne zu verwirklichen. Dazu gehören neben neuen Flugzeugen auch neue Kreuzfahrtschiffe und Hotels – vor allem in der Karibik und in Südostasien

Von Albrecht Scheuermann

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