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Wirtschaft Verdi wirft Real „Lohndumping“ vor
Nachrichten Wirtschaft Verdi wirft Real „Lohndumping“ vor
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14:29 29.06.2018
Real-Markt: Tarifwechsel für „wettbewerbsfähige Personalkosten“ Quelle: dpa
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Hannover

Verdi attackiert die Handelskette Real: Das Unternehmen begehe „Tarifflucht und Lohndumping“, kritisiert die Gewerkschaft. Am Sonnabend will sie mit einer Kundgebung in Hannover die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen. Von 18 bis 20 Uhr sollen am Kröpcke unter anderem die SPD-Bundestagsabgeordneten Yasmin Fahimi (SPD) und Jutta Krellmann (Linke) sprechen, wie Verdi mitteilte.

Real hatte Anfang Juni seine Filialen und sämtliche Mitarbeiter in eine Gesellschaft übertragen, die nicht an einen Verdi-Tarifvertrag für den Einzelhandel gebunden ist. Alle bestehenden Mitarbeiter sollen auch in Zukunft nach Verdi-Tarif bezahlt werden. Doch wer neu eingestellt wird, verdient weniger.

Weniger Geld, längere Arbeitszeiten

Laut Verdi erhält zum Beispiel eine Kassiererin nach dem neuem Tarif ohne Zuschläge rund 22.500 Euro pro Jahr, rund 15 Prozent weniger als nach Verdi-Tarif. Gleichzeitig müssten die neuen Mitarbeiter 40 statt 37,5 Stunden pro Woche arbeiten und erhielten erst ab 20 Uhr einen Abendzuschlag, statt ab 18:30 Uhr. In Einzelfällen seien die Löhne nun sogar um bis zu 25 Prozent niedriger. „Damit wird eine Zwei-Klassen-Belegschaft geschaffen“, sagt der hannoversche Verdi-Sekretär Christian Vasenthien. Für gleiche Arbeit müsse auch das gleiche Geld bezahlt werden.

„Der Vorwurf, Real hätte Tarifflucht begangen ist absurd und wird von uns entschieden zurückgewiesen“, sagte ein Real-Sprecher. Bei neu eingestellten Arbeitnehmern wolle man Tarifverträge nutzen, „die wirtschaftlich wettbewerbsfähigere Kostenstrukturen ermöglichen“. Real strebt eine Tarifpartnerschaft mit der Gewerkschaft DHV an, die von Verdi als „arbeitgebernahe Truppe“ bezeichnet wird.

Von Christian Wölbert

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