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Wirtschaft Streit um Hambacher Wald: Kunden wechseln zu Ökostrom-Anbietern
Nachrichten Wirtschaft Streit um Hambacher Wald: Kunden wechseln zu Ökostrom-Anbietern
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17:40 01.10.2018
Die Nachfrage nach Strom aus sauberen Quellen steigt. Quelle: dpa
Köln

Im Hambacher Wald sollen zahlreiche Bäume einem Tagebau weichen – was seit Wochen zu heftigen Protesten von Umweltschützern führt. Der Ruf der konventionellen Stromanbieter leidet darunter. Versorger, die hingegen ausschließlich auf Ökostrom setzen, gewinnen deutlich mehr neue Kunden.

So berichtet die Stromgenossenschaft Bürgerwerke fünf Mal so viele Neukunden wie sonst zu verzeichnen. Bei Greenpeace-Energy hat sich die Zahl nach Unternehmensangaben vervierfacht, bei den Anbietern Naturstrom und bei Polarstern etwa verdoppelt. Bei Lichtblick liegen zwar noch keine Zahlen für September vor – „wir spüren die Auseinandersetzung um den Hambacher Wald auf jeden Fall“, sagt Pressesprecher Volker Walzer.

RWE-Kunden wechseln zu Ökostromanbietern

Einig sind sich die Ökostromanbieter bei der Ursachenforschung: Die Unternehmen berichten, der Großteil der Neukunden sei bisher bei den großen, konventionellen Anbietern unter Vertrag unter Vertrag gewesen. Nun bewege sie die Diskussion um den Hambacher Wald zum Wechsel.

Dass bekommen auch die Vertriebstöchter von RWE, dem für den Tagebau am Hambacher Wald verantwortlichen Unternehmen, zu spüren. Mehrere Anbieter berichten, besonders viele frühere Kunden der RWE-Vertriebstöchter für sich zu gewinnen.

Viele Neukunden aus dem Umfeld des Hambacher Walds

Naturstrom, ein Unternehmen aus dem Rheinland, hat außerdem eine weitere Beobachtung gemacht: Derzeit komme in den vergangenen Wochen ein Drittel der Neukunden aus der weiteren Umgebung des Hambacher Walds, berichtet Pressesprecher Tim Loppe.

Folgt man den Darstellungen der Unternehmen, haben allerdings noch nicht alle Interessenten einen Wechsel vollzogen. Auch abseits der Neuverträge registrierten die angefragten Ökostromanbieter eigenen Angaben zufolge allesamt eine deutliche Steigerung bei ihrer Webseiten-Aufrufe. „Die Menschen setzen sich damit gerade auseinander, wo ihr Strom herkommt und wie sie wechseln können“, interpretiert Walzer das.

Von RND/hö

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