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Wirtschaft Streik im Kernkraftwerk
Nachrichten Wirtschaft Streik im Kernkraftwerk
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22:33 25.02.2018
Im  Atomkraftwerk Grohnde kommt es zum Streik. Quelle: dpa
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Hannover

 Der Tarifstreit in der Energiebranche erreicht nun auch die Kernkraftwerke. Am kommenden Montag soll das Preussenelektra-Kraftwerk in Grohnde im Kreis Hameln bestreikt werden. Arbeitsniederlegungen sind auch an den nicht mehr aktiven Standorten Unterweser (Esenshamm) und Stade geplant. Wie die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) versichert, bleibe die Sicherheit „natürlich gewährleistet“. Für diesen Fall gebe es entsprechende Notdienstvereinbarungen, über die derzeit allerdings noch verhandelt werde. An den drei niedersächsischen Standorten sind insgesamt etwa 600 Menschen beschäftigt.

Mit den Arbeitsniederlegungen setzen die IG BCE und die Gewerkschaft Verdi die Serie von Warnstreiks fort, die die gerade laufenden Tarifverhandlungen begleiten. Am Montag war bei Avacon und Tennet in Oldenburg gestreikt worden, am Dienstag bei Avacon in Salzgitter. Der Arbeitskampf betrifft den Eon-Konzern mit heutigen und früheren Tochtergesellschaften. Die Gewerkschaften fordern für die etwa 20 000 Beschäftigen Lohnerhöhungen von 5,5 Prozent (IG BCE) beziehungsweise 6 Prozent (Verdi). In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten geboten, was die Gewerkschaften als „völlig unzureichend“ zurückwiesen.

„Die Arbeitgeber haben auf stur geschaltet und ignorieren die gute wirtschaftliche Lage und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten“, meinte IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden. „ Wenn wir in der dritten Runde zu keiner Einigung kommen, ist ein unbefristeter Erzwingungsstreik nicht mehr ausgeschlossen“, warnte Immo Schlepper von Verdi.

Von Albrecht Scheuermann

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