Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Erweiterung im Westen: Skoda fertigt in Osnabrück
Nachrichten Wirtschaft Erweiterung im Westen: Skoda fertigt in Osnabrück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:43 04.05.2018
VW-Werk in Osnabrück: Bis Jahresende sollen hier 2500 Skoda Karoq montiert werden. Quelle: Foto: Volkswagen
Anzeige
Osnabrück/Berlin

Der tschechische Autobauer Skoda lässt erstmals Fahrzeuge in Deutschland herstellen. Ein Teil der Produktion des Freizeit-Geländewagens Skoda Karoq wird künftig im VW-Werk Osnabrück endmontiert. Es sei geplant, dort bis zum Jahresende die ersten 2500 Exemplare des Yeti-Nachfolgers vom Band laufen zu lassen, berichtete die Zeitung „Lidove noviny“ aus Prag.

Skoda gilt als Vorzeigemarke des Volkswagen-Konzerns. Im vergangenen Jahr hatten die Tschechen die Rekordzahl von 1,2  Millionen Fahrzeugen ausgeliefert. Im ersten Quartal dieses Jahres steigerte Skoda das operative Ergebnis um 5,3  Prozent auf 437 Millionen Euro. „Um die erhöhte Nachfrage nach unserem neuesten Modell, dem Karoq, abzudecken, haben wir uns entschieden, Fertigungskapazitäten im Rahmen des VW-Konzerns zu nutzen“, sagte die Skoda-Sprecherin Kamila Biddle der Prager Zeitung. Der Schwerpunkt der Marke, die seit 1991 zum Volkswagen-Konzern gehört, bleibe aber im Stammwerk Mlada Boleslav und in den anderen tschechischen Werken.

In Osnabrück wird bereits heute das Skoda-Kleinwagenmodell Fabia lackiert. Das Werk hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ursprünglich baute die Firma Karmann hier Cabrios – Hunderttausende Golf Cabrios und Ghia liefen in Osnabrück vom Band. Im Jahr 2009 musste Karmann Insolvenz anmelden, und VW übernahm die Fertigungsstätte – nicht zuletzt, weil der Großaktionär Niedersachsen ein wenig nachhalf. In den besten Zeiten arbeiteten bei Karmann Zehntausende Beschäftigte. Heute sind es gut 2300 Mitarbeiter.

In Europa seien die Kapazitäten der Skoda-Werke vollständig ausgelastet, sagte Skoda-Vorstandschef Bernard Maier vor Kurzem dem tschechischen Nachrichtenportal „auto.cz“. Das Unternehmen prüfe darum den Bau einer neuen Fabrik, die Restrukturierung der bestehenden Prozesse und andere Alternativen, sagte Maier, ohne aber weiter ins Detail zu gehen.

Am morgigen Donnerstag stellt sich der Vorstand des VW-Konzerns auf der Hauptversammlung in Berlin den Aktionären. Es ist der erste große Auftritt von Herbert Diess als Konzernchef: Der Leiter der VW-Kernmarke hatte den Posten erst Mitte April von Matthias Müller übernommen.

Diess hat bereits angekündigt, das Tempo bei Innovationen erhöhen und neue Akzente setzen zu wollen. Im Zentrum steht dabei der Weg von einem reinen Autohersteller hin zu einem Mobilitätskonzern, der auch Dienstleistungen anbietet. Der Carsharing-Dienst Moia, den VW derzeit in Hannover testet, ist ein Beispiel dafür.

Zumindest die wirtschaftlichen Rahmendaten machen Diess den Einstand als Konzernchef leicht: Nicht nur Skoda meldet glänzende Zahlen, sondern der gesamte Konzern. VW verzeichnete nach den ersten drei Jahren einen neuen Auslieferungsrekord, unter dem Strich stand ein Gewinn von 3,3 Milliarden Euro.

Von Michael Heitmann und Thomas Strünkelnberg

Demnächst räumt Talanx-Chef Herbert Haas seinen Platz für seinen Nachfolger Torsten Leue.  Im Interview spricht er über seine Erfahrungen, Erfolge und Fehler.

04.05.2018

Für Verbraucher bringt der Monat wieder einige Neuerungen mit sich. Die EU-Datenschutzverordnung hat Auswirkungen auf Vereinsarbeit und Messengerdienste wie Whatsapp. Was ändert sich noch im Mai?

01.05.2018

Eigentlich wollte Facebook auf der Entwicklerkonferenz F8 auftrumpfen. Doch nun verhagelt eine Personalie den Auftakt. Der WhatsApp-Gründer Jan Koum verlässt die Konzernmutter Facebook.

01.05.2018
Anzeige