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Wirtschaft Shell macht ernst mit E-Mobilität
Nachrichten Wirtschaft Shell macht ernst mit E-Mobilität
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15:56 27.11.2017
Aufladestation für Elektroautos Quelle: imago
München/Hannover

 Die deutschen Autohersteller wollen zusammen mit dem Ölkonzern Shell und weiteren Partnern quer durch Europa Ladesäulen für Elektroautos aufbauen. In den kommenden Jahren sollen gemeinsam mit Shell Schnelllade-Systeme an Autobahnen in Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowenien, Tschechien, der Slowakei, Polen, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien errichtet werden, wie das Gemeinschaftsunternehmen Ionity am Montag in München mitteilte. An dem Unternehmen sind Daimler, BMW, Ford und Volkswagen beteiligt. 

In Deutschland plant Ionity in den nächsten Jahren Schnellladesäulen zusammen mit der Tank & Rast-Kette. Die Stationen sollen jeweils etwa 120 Kilometer voneinander entfernt liegen. „Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging (HPC)-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar“, sagte Ionity-Chef Michael Hajesch. „Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich“.

In Österreich, Tschechien, Ungarn und Slowenien arbeitet das Unternehmen neben Shell auch mit der Tankstellenkette OMV zusammen, in Dänemark, Schweden, Norwegen, den baltischen Staaten und Irland mit der Ladenkette Circle K. Die vereinbarten Kooperationen sicherten die Abdeckung von etwa der Hälfte der 400 bis zum Jahr 2020 geplanten Standorte, hieß es.

Die Mineralölkonzerne nähern sich er E-Mobilität bisher eher zögerlich an – sie glauben nicht an ein schnelles Ende des Verbrennungsmotors. Die fünf größten Tankstellen-Betreiber in Deutschland verfügen an ihren 7200 Stationen nach Angaben aus der Branche über weniger als 100 Ladesäulen. Insgesamt gibt es 14.500 Tankstellen. Anfang 2017 gab es hierzulande lediglich 34.000 Elektroautos sowie weitere 165.000 Hybrid-Fahrzeuge. 

Shell hingegen zeigt sich dem Wandel gegenüber aufgeschlossen: Der brtisch-niederländische Konzern hatte bereits zu Jahresbeginn den Aufbau von Ladestationen angekündigt. Im Oktober ließ man den Worten Taten folgen und übernahm mit New-Motion einen der großen Anbieter der noch jungen Branche in Europa. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam verfügt nach eigenen Angaben über ein Netz von mehr als 50.000 Stationen in 25 Ländern und sieht sich als „das weltweit größte öffentliche Ladenetzwerk für Elektroautos“. 

Alle Autohersteller haben für die nächsten Jahre hohe Investitionen in die E-Mobilität angekündigt. Volkswagen will bis Ende 2022 mehr als 34 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos, das autonome Fahren und die Digitalisierung stecken – bis 2025 sollen mehr als 80 neue Elektromodelle auf den Markt kommen, darunter rund 50 rein batteriebetriebene Fahrzeuge. 

Von Jens Heitmann und Roland Losch

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