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Wirtschaft Naturkatastrophen kosten Versicherungen Milliarden
Nachrichten Wirtschaft Naturkatastrophen kosten Versicherungen Milliarden
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16:18 04.01.2018
Der Hurrikan Irma verwüstete am 6. September die niederländische Antilleninsel St. Maarten. Er war für die Versicherungen das teuerste Ereignis des Jahres 2017. Quelle: dpa
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München/Hannover

 Das zurückliegende Jahr war für die globale Versicherungsbranche ein besonders teures Jahr: Nie zuvor verbuchten die Versicherer so hohe Schäden durch Naturkatastrophen. Schuld daran sind vor allem drei Wirbelstürme, die im August und September in den USA und der Karibik gewütet hatten. 

Die von der Münchener Rück (Munich Re) vorgelegte Katastrophenbilanz fällt katastrophal aus. Demnach mussten die Versicherer 2017 Schäden im Gesamtumfang von 135 Milliarden Dollar regulieren. Im Jahr zuvor waren es knapp 51 Milliarden Dollar – dies ist in etwa auch der langjährige Durchschnitt. Noch weit höher war 2018 der Gesamtschaden, der die nicht versicherten Schäden einbezieht. Mit 330 Milliarden Dollar war er nicht viel geringer als im Jahr 2011, als ein Erdbeben und ein dadurch ausgelöster Tsunami Regionen in Japan verwüstet hatten. 

Hurrikane sind im dritten Quartal  an der Südostküste der USA und im Golf von Mexiko zwar üblich, aber diesmal richteten sie besonders viel Unheil an. Dies lag unter anderem an sintflutartigen Regenfällen in Texas – verursacht durch den Wirbelsturm „Harvey“, der dadurch nach Rechnung der Munich Re mit 85 Milliarden Dollar Gesamtschaden zur teuersten Naturkatastrophe des Jahrs 2017 wurde. Mit einem versicherten Schaden von 30 Milliarden Dollar kostete er die Versicherer jedoch etwas weniger als „Irma“, der nur einige Tages später die Karibik und die USA erreichte.

Immerhin fiel die Todesopfer-Bilanz im Jahr 2017 mit etwa 10 000 Toten vergleichsweise glimpflich aus: Im zehnjährigen Durchschnitt kosten Naturkatastrophen jährlich 60 000 Menschen ihr Leben. Ob die Ballung von Naturkatastrophen mit dem Klimawandel zu tun hat, ist nicht zu belegen. Dennoch haben nach Ansicht von Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek die Schäden des Jahres 2017 „einen Vorgeschmack auf die Zukunft gegeben“. Die Experten des weltweit größten Rückversicherers erwarteten künftig häufiger solche Extremereignisse. 

Die jüngsten Naturkatastrophen hatten auch die Hannover Rück hart getroffen. Die globale Nummer drei der Branche bezifferte den eigenen Schaden allein durch die drei Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria in der Bilanz zum dritten Quartal mit  651 Millionen Euro – und musste daher ihr Gewinnziel kräftig zurückschneiden. 

Von Albrecht Scheuermann

Für die Versicherungen war 2017 das teuerste Jahr der Geschichte: Hurrikanes und andere Naturkatastrophen kosteten die Branche weltweit rund 135 Milliarden Dollar – soviel, wie noch nie zuvor.

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