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Wirtschaft Nord/LB stärkt eigenes Kapitalpolster
Nachrichten Wirtschaft Nord/LB stärkt eigenes Kapitalpolster
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12:46 30.05.2018
Die NordLB-Filiale am Aegidientorplatz. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Die NordLB hat inmitten der Spekulationen über eine mögliche Privatisierung ihr Kapitalpolster im ersten Quartal gestärkt. Die Kernkapitalquote der Landesbank stieg in den ersten drei Monaten auf 12,8 Prozent - nach 10,5 Prozent ein Jahr zuvor und 12,4 Prozent Ende 2017, wie die NordLB am Mittwoch mitteilte. Kapitalpolster sind für Geldhäuser wichtig, um Krisen abfedern zu können. Vorstandschef Thomas Bürkle sagte, die Stärkung des Eigenkapitals habe „nach wie vor höchste Priorität“. Er kündigte an, noch 2018 zusammen mit den Eigentümern - den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt - ein tragfähiges Konzept vorzulegen.

Hilbers: Bank ist nicht „im Krisenmodus“

Nach Milliardenverlusten 2016 war die NordLB zwar im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Aber sie braucht frisches Kapital, um eventuelle Kreditausfälle stemmen und ihr Eigenkapital stärken zu können, wenn die Bankenaufsicht die Anforderungen verschärft. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) widersprach kürzlich dem Eindruck, die NordLB befinde sich „im Krisenmodus“. Einen Komplettverkauf der Bank schloss er aus.

Bürkle hatte im April angekündigt, dass verschiedene Optionen geprüft würden, dazu zähle auch die Möglichkeit, die Bank für privates Kapital zu öffnen. Auch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft werde diskutiert, ebenso eine mögliche Kapitalspritze durch die Eigentümer.

43 Millionen Euro Verdienst im Frühjahr

Unter dem Strich verdiente die Landesbank von Januar bis Ende März 43 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es nach Sondererträgen 248 Millionen Euro, allerdings sei ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen wegen eines neuen Rechnungslegungsstandards nur eingeschränkt möglich. Für das Gesamtjahr geht die Landesbank weiter von schwarzen Zahlen aus, allerdings werde ein „schwieriges Jahr“ erwartet, sagte Bürkle.

Der Abbau riskanter Schiffskredite kam voran. Ende März belief sich das Schiffsfinanzierungsportfolio auf 11,6 Milliarden Euro - nach 12,1 Milliarden Euro Ende 2017. Davon entfielen 7,9 (Ende 2017: 8,2) Milliarden Euro auf sogenannte „problembehaftete Kredite“. Bis Ende 2019 sollten es nur noch unter 5 Milliarden Euro sein. Das schwierige Geschäft mit Schiffskrediten hatte der Landesbank 2016 einen Verlust von 1,96 Milliarden Euro eingebrockt.

Von dpa/naw

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