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Wirtschaft Deutsche Hypo wird nicht verkauft
Nachrichten Wirtschaft Deutsche Hypo wird nicht verkauft
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00:17 08.01.2018
Die Deutsche Hypothekenbank in Hannover bleibtTeil der Norddeutschen Landesbank.   Quelle: Patrice Kunte
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Hannover

 Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) will die Tochter Deutsche Hypothekenbank nun doch behalten. Seit vergangenem Frühjahr hatte sie einen Verkauf geprüft und auch schon Verhandlungen mit Kaufinteressenten geführt. Nun ist dem Vernehmen nach die Entscheidung gefallen, dass der hannoversche Immobilienfinanzierer im Nord/LB-Konzern bleibt. 

Offiziell wollte die Bank zu diesen Gerüchten nicht Stellung nehmen. Entscheidungen seien erst „in der zweiten Januarhälfte“  zu erwarten, hieß es lediglich. Insider bestätigten jedoch, dass der Verkauf abgeblasen ist. 

Nach den Milliardenverlusten durch Abschreibungen auf marode Schiffskredite hatte Bankchef Thomas Bürkle im vergangenen Frühjahr verkündet, dass bei der Bank alles auf dem Prüfstand stehe. Dazu gehörte auch eine mögliche Veräußerung der Deutschen Hypothekenbank. Diese ist innerhalb des Bankkonzerns für das Geschäft mit gewerblichen Immobilienfinanzierungen – wie Bürogebäuden oder Geschäftszentren - zuständig. Die Bank mit ihren mehr als 400 Beschäftigten war in den vergangenen Jahren ein zuverlässiger Gewinnbringer für die Mutter.

Dennoch hatte die Nord/LB eine Veräußerung erwogen, weil sie dadurch ihre auf ein gefährlich niedriges Niveau geschrumpfte Kernkapitalquote schnell und deutlich hätte aufstocken können. Dass sie nun den Verkauf abbläst, könnte damit zusammenhängen, dass die gebotenen Preise für die Bank zu niedrig waren. Die Nord/LB selbst hatte die Deutsche Hypo vor zehn Jahren für knapp eine halbe Milliarde Euro übernommen. Vor einigen Wochen hatte Bürkle in einem Interview mit der Hannoversche Allgemeinen Zeitung die Kehrtwende schon angedeutet: „Die Nord/LB muss die Deutsche Hypothekenbank nicht um jeden Preis verkaufen. Wir werden keine dumme Entscheidung treffen.“

Auch Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers, der den Aufsichtsrat der Nord/LB leitet, hatte zuvor betont, dass man sich einen Verkauf gut überlegen müsse. Hintergrund der Überlegungen war der Konzernverlust von rund 2 Milliarden Euro, den die Bank 2016 geschrieben hatte. Dadurch war die sogenannte harte Kernkapitalquote auf 10,5 Prozent abgerutscht. Inzwischen liegt sie wieder bei 12 Prozent, soll aber mindestens auf 13 Prozent klettern. 

 

Von Albrecht Scheuermann

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