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Wirtschaft Niki Lauda will Airline FlyNiki zurück
Nachrichten Wirtschaft Niki Lauda will Airline FlyNiki zurück
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16:33 27.08.2017
Gründer Niki Lauda kann sich vorstellen, seine ehemalige Airline FlyNiki wieder zu übernehmen. Quelle: dpa
Wien

Niki Lauda, Ex-Formel-1-Star, Luftfahrtunternehmer und Gründer der Air Berlin-Tochter Niki, kann sich eine Übernahme seiner einstigen Gesellschaft vorstellen. „Ich habe einen Brief an den Insolvenzverwalter von Air Berlin geschrieben, in dem ich mein Interesse an FlyNiki bekunde“, sagte Lauda der österreichischen „Kronen-Zeitung“ (Samstag). „Jetzt bin ich gespannt, was passiert, ob ich überhaupt zu den Verhandlungen eingeladen werde.“

Allerdings müsse er erst einen Blick in die Bücher der Niki werfen. „Erst einmal will ich die gleiche Chance haben wie die Lufthansa, die das von langer Hand geplant hat“, sagte Lauda, der eine mögliche Übernahme durch die deutsche Airline schon zuvor scharf kritisiert hatte. Wie Ryanair-Chef Michael O'Leary fürchtet Lauda eine beherrschende Stellung der Lufthansa vor allem im deutschen Markt.

„Ein Monopol der Lufthansa wäre eine Katastrophe“

„Die Politik vergisst wieder einmal komplett, dass wir Wettbewerb brauchen. Ein Monopol der Lufthansa wäre eine Katastrophe. Da müssten sich alle - Flughäfen, Reiseveranstalter und Passagiere - an den Kopf greifen. Ein Monopol ist immer ungesund“, sagte Lauda im Interview mit der Zeitung.

Kunden rät Lauda aktuell vom Kauf von Air-Berlin Tickets ab. Keiner wisse, was nach der Insolvenz komme. „Tickets kann man keine mehr kaufen, well ja keiner weiß, welche Flieger in Zukunft noch in der Luft sind“, betont er. Was Reisende jetzt wissen müssen, lesen Sie hier.

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte am Samstag erklärt, Air Berlin verhandle derzeit mit Lufthansa, Easyjet und Ryanair über Lösungen. Die insolvente Fluglinie will sich nicht zum Stand der Gespräche oder zu den Partnern äußern. Mitte August hatte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin Insolvenz angemeldet.

Von RND/dpa/are