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Wirtschaft Niedersachsens Unternehmen bedauern US-Sanktionen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsens Unternehmen bedauern US-Sanktionen
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00:21 12.05.2018
IHKN-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage bedauert die neuen Sanktionen gegen den Iran. Quelle: Andrea Seifert 01749100683 fotografie@andreaseifert.de
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Hannover

 Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran gefährdet nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN) die Erfolge hiesiger Unternehmen. Man sehe die Ankündigungen neuer Sanktionen durch US-Präsident Donald Trump mit großer Sorge, sagte IHKN-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage am Mittwoch in Hannover. „Die niedersächsischen Unternehmen haben in den vergangenen zwei Jahren ihre Absätze im Iran erheblich steigern können.“

Seit dem Inkrafttreten des Abkommens im Jahr 2015 sind die Exporte niedersächsischer Unternehmen in den Iran nach IHKN-Angaben um rund 70 Prozent angestiegen. In den ersten Monaten des Jahres 2018 wurde eine nochmalige Steigerung von über 50 Prozent erzielt. Insgesamt exportierte Niedersachsen im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Volumen von Euro 180 Millionen Euro in den Iran. Damit stand der Iran an Position 55 unter den Zielländern der niedersächsischen Exporte. 

Vor Inkrafttreten der Sanktionen betrugen die niedersächsischen Exporte noch Euro 612 Millionen. „Die Steigerungen der vergangenen zwei Jahre und das Ausgangsniveau aus der Zeit vor den Sanktionen zeigen das große Potenzial im Handel mit dem Iran“, sagte Schrage. „Der Ausstieg der USA aus dem Abkommen ist deshalb für die niedersächsischen Unternehmen ein echter Rückschlag."

Das Land Niedersachsen hat Ende 2016 in der Hauptstadt Teheran eine Repräsentanz eröffnet. Seinerzeit hatte der Iran mit großen Versprechungen gelockt. Es sei mit Mega-Aufträgen bei Straßen, Schienen, Flug- und maritimen Häfen zu rechnen, verlautete seinerzeit aus dem iranischen Verkehrsministerium. Das Gesamtvolumen könne mehr als 200 Milliarden Dollar erreichen.

Nach Ansicht der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) ist der Iran insbesondere für die Metall-, Elektro- und Chemieindustrie sowie für Firmen aus den Bereichen Rohstoffe, Nahrungsmittel und Infrastruktur interessant. „Die Entscheidung von Präsident Trump schadet der politischen Stabilität und damit auch der wirtschaftlichen Entwicklung“, sagte UVN-Hauptgeschäftsführer Volker Müller. „Denn die Wirtschaft ist ein scheues Reh.“

Deutschland ist einer der wichtigsten europäischen Handelspartner Irans. Der Warentausch zwischen den beiden Ländern ist allerdings überschaubar  – 2017 lag das Volumen nach Angaben des Außenhandelsverbandes BGA bei 3,4 Milliarden Euro. Wegen seiner Ölausfuhren habe der Iran davon wesentlich mehr profitiert als deutsche Exporteure.

Von Jens Heitmann

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