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Rekordjahr 2011

Volkswagen hat mehr als 5 Millionen Autos verkauft

Jetzt ist der Rekord amtlich: Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr als 5 Millionen Autos mit dem VW-Zeichen verkauft. Dabei war auch zum Jahresende trotz wachsender Rezessionssorgen keine Abschwächung zu erkennen.
Foto: Der Fahrstuhl im Wolfsburger Auslieferungsturm ist ständig in Bewegung.

Der Fahrstuhl im Wolfsburger Auslieferungsturm ist ständig in Bewegung.

© dpa

Wolfsburg. Insgesamt seien im vergangenen Jahr weltweit 5,1 Millionen VW verkauft worden, berichtete Vertriebsvorstand Christian Klingler. Das sei ein Wachstum von 13,1 Prozent – deutlich mehr, als selbst Optimisten erwartet hatten.

Wenn in den nächsten Tagen weitere Zahlen der anderen neun Konzernmarken veröffentlicht werden, dürfte eine weitere Marke fallen: In der Summe hat der Konzern im vergangenen Jahr erstmals in seiner Geschichte mehr als 8 Millionen Autos verkauft. Damit schieben sich die Wolfsburger in der Rangliste vor den einstigen Weltmarktführer Toyota, bleiben aber hinter General Motors auf Platz zwei.

Der US-Konzern hat sich in der Insolvenz von Milliardenschulden und Zehntausenden Mitarbeitern getrennt und die neue Bewegungsfreiheit genutzt, um wieder an die 9-Millionen-Marke heranzukommen. Toyota dagegen trafen in kurzer Folge die Rückrufaktion in den USA, die Katastrophe in Japan und die Flut in Thailand. Die meisten Experten sehen die Japaner erst 2013 wieder bei alter Stärke.

Mit Prognosen für dieses Jahr bleiben die meisten Hersteller vorsichtig. Während Daimler-Chef Dieter Zetsche zusammen mit seinen Rekordzahlen gerade Optimismus verbreitete, spricht Klingler meist von „herausforderndem“ Umfeld, und VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fing die Erwartungen ein: Vielleicht bringe 2012 Stagnation – wenn es schlecht läuft, was er nicht glaube.

Im Moment jedenfalls reicht die Nachfrage bei VW noch für Sonderschichten im Stammwerk Wolfsburg. Die größte Herausforderung sei nach wie vor, genug Autos zu bauen, damit die Lieferfristen nicht zu lang werden, sagte ein Aufsichtsratsmitglied.

Doch die Risiken wachsen. In Europa werden Einbußen wegen der Schuldenkrise erwartet, hier wuchs das VW-Geschäft im vergangenen Jahr um 11,2 Prozent und damit nach Konzernangaben dreimal so stark wie der Gesamtmarkt. Die Region Asien/Pazifik brachte 16,6 Prozent Wachstum, doch dort schwächt sich das Wachstum im wichtigsten Markt China deutlich ab. In Südamerika wuchsen die Verkäufe auch wegen spürbar wachsender Konkurrenz lediglich um 2,2 Prozent. Die größte Dynamik verspricht in diesem Jahr vermutlich Nordamerika, wo der Automarkt viel Nachholbedarf hat – und VW noch mehr: Nach 22,2 Prozent Wachstum verkaufte die Marke dort im vergangenen Jahr 497 000 Autos. Gemessen an den Marktanteilen in anderen Weltgegenden ist das immer noch eine Randgröße. Das Comeback auf dem US-Markt hat im vergangenen Jahr erst begonnen.

[Stefan Winter]

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