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Touristikkonzern

TUI wehrt sich weiter gegen Vorwürfe von Großaktionär

Der Touristikkonzern TUI setzt sich erneut gegen Kritik seines Großaktionärs John Fredriksen zur Wehr. „Die Vorwürfe, wir hätten nicht pflichtgemäß gehandelt, sind realitätsfern und entbehren jeder Grundlage“, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel am Mittwoch auf der TUI-Hauptversammlung.
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TUI-Verwaltungsgebäude an der Karl-Wiechert-Allee

© Frank Radel

Der Manager nahm damit erstmals Stellung zum Antrag des Großaktionärs auf Bestellung eines Sonderprüfers im Zusammenhang mit dem erfolgten Verkauf der Reederei Hapag-Lloyd. Dieser soll prüfen, ob der Vorstand rechtzeitig die Öffentlichkeit über den Fortgang der Verkaufsverhandlungen informiert hat.

Außerdem sprach sich Frenzel erneut gegen eine Teilung des Konzerns aus. „Wir sind fest in unserer Meinung, dass eine Zerschlagung der AG weder finanzwirtschaftlich noch gerade jetzt gesellschaftlich akzeptabel ist“, sagte Frenzel. Sie würde Werte zerstören und nicht schaffen. Dies gelte auch für ein Modell, das die TUI AG auf eine reine Vermögensverwaltungsgesellschaft reduziere.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zeigte sich Frenzel zuversichtlich. TUI erwarte im laufenden Jahr ein positives Konzernergebnis. Frenzel begründete dies mit den im Vergleich zu 2008 deutlich geringer ausfallenden Vorleistungen für die Integration in der Touristik. Außerdem trage der Erlös aus dem Verkauf der Reederei von rund einer Milliarde Euro dazu bei.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Krumnow sagte auf der Hauptversammlung, der Aufsichtsrat sei auch weiterhin daran interessiert, sich mit dem Großaktionär Fredriksen auf einem einvernehmlichen Weg zu einigen. Dessen Anträge seien aber der falsche Weg und der Aufsichtsrat habe sich dagegen ausgesprochen. Fredriksen hatte die Hauptversammlung auch in diesem Jahr aufgefordert, Krumnow und ein weiteres Aufsichtsratsmitglied abzuwählen und stattdessen Fredriksen und einen seiner Mitarbeiter in das Gremium zu wählen. Zudem hatte er die Überprüfung der Vergütung des Vorstandsvorsitzenden gefordert.

ddp


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