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Finanzierungskonzept

Schaeffler einigt sich mit Banken

Durchbruch für Schaeffler: Nach monatelangen Verhandlungen hat sich der hoch verschuldete Autozulieferer mit den Banken auf ein Finanzierungskonzept über zwölf Milliarden Euro geeinigt.
Maria-Elisabeth Schaeffler

Maria-Elisabeth Schaeffler

© Jochen Lübke/lni

Damit sei die Finanzierung der Schaeffler- Gruppe für die nächsten Jahre gesichert, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit.

„Wir haben mit der Einigung über das Finanzierungskonzept einen zentralen Meilenstein erreicht, um die Schaeffler-Gruppe in den nächsten Jahren erfolgreich weiter zu entwickeln“, sagte Finanzvorstand Klaus Rosenfeld laut Mitteilung. „Zugleich erfüllen wir mit dem Konzept eine weitere wichtige Voraussetzung für eine mögliche Zusammenführung der Schaeffler-Gruppe mit der Continental AG.“

Das Herzogenauracher Familienunternehmen war wegen des Erwerbs der Mehrheit an dem ebenfalls hoch verschuldeten Hannoveraner Autozulieferer Conti in eine finanzielle Schieflage geraten und ist mit zwölf Milliarden Euro verschuldet.

Mit im Boot sind die fünf Gläubigerbanken Commerzbank, Dresdner Bank, UBS, Royal Bank of Scotland sowie Unicredit. Das Konzept sieht den Angaben zufolge eine Umwandlung der Schaeffler-Gruppe vor. „Es handelt sich um eine Rechtsform, die der Schaeffler-Gruppe den Zugang zu allen geeigneten Formen der Eigen- und Fremdkapitalaufnahme ermöglicht“, sagte ein Sprecher ergänzend. Details wollte das Unternehmen nicht nennen.

Auf dieser Basis würden die bisherigen Kreditverbindlichkeiten in zwei Tranchen aufgeteilt: einen Kredit, der auf das operative Geschäft abgestellt werde, und einen Kredit, der auf der Holding- Ebene verbleibe. Die Laufzeit des ersten Kredits beträgt den Angaben zufolge bis zu viereinhalb Jahre, der des zweiten bis zu sechs Jahre. Zur Höhe der jeweiligen Kredite machte Schaeffler keine Angaben. Das Finanzierungskonzept soll in mehreren Schritten umgesetzt werden.

Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck sagte, das Finanzierungskonzept sei eine wichtige Voraussetzung für eine mögliche Zusammenführung von Schaeffler und Conti. Die Herzogenauracher halten knapp die Hälfte der Conti-Aktien, weitere 40 Prozent sind bei Banken geparkt.

Continental und Schaeffler lieferten sich monatelang einen erbitterten Machtkampf. Erst in der vergangenen Woche einigten sie sich schließlich auf einen grundlegenden Umbau der Conti-Spitze. Neuer Conti-Vorstandschef wurde der Schaeffler-Manager Elmar Degenhart. Er löste Karl-Thomas Neumann ab, der nach nicht einmal einem Jahr „einvernehmlich ausgeschieden“ ist. Zugleich soll aber auch der Schaeffler-Berater Rolf Koerfer mittelfristig seinen Posten als Aufsichtsratschef bei Conti aufgeben.

lni


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