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Maßnahmenbündel geplant

NordLB will Kernkapitalstärkung aus eigener Kraft

Die Norddeutsche Landesbank will die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA geforderte Stärkung des Kernkapitals ohne erneute Hilfen des Landes stemmen. Geplant ist ein Maßnahmenbündel aus der weiteren Umwandlung stiller Einlagen, der Zuführung von Gewinnen in dreistelliger Millionenhöhe und Erlösen aus Beteiligungsverkäufen zum Kernkapital.
Foto: Die NordLB will die geforderte Stärkung des Kernkapitals ohne erneute Hilfen des Landes stemmen.

Die NordLB will die geforderte Stärkung des Kernkapitals ohne erneute Hilfen des Landes stemmen.

© Kris Finn

Hannover. Mit diesem Paket werde die Bank bis Ende Juni eine harte Kernkapitalquote gemäß der Definition der EBA von voraussichtlich 9,5 Prozent erreichen. Das teilte die NordLB am Freitag in Hannover mit. Ein entsprechendes Konzept sei der deutschen Finanzaufsicht zugesendet worden. Insgesamt sieht der Plan eine Stärkung des harten Kernkapitals in einer Größenordnung von bis zu eine Milliarde Euro vor. Die EBA hatte zuletzt eine Finanzlücke von 820 Millionen Euro festgestellt.

Bereits 2011 hatte die NordLB ihr Stammkapital um 1,67 Milliarden Euro gestärkt. Das Land Niedersachsen und die Sparkassen hatten dazu stille Einlagen umgewandelt und zudem über 500 Millionen Euro frisches Geld zugeschossen. Angesichts der Schuldenkrise hatte die EU die Kapitalanforderungen für Banken im Oktober 2011 aber noch einmal verschärft. Bis zum 30. Juni diesen Jahres müssen Institute danach eine harte Kernkapitalquote von 9 Prozent aufweisen - stille Einlagen werden dabei nicht berücksichtigt. Insgesamt verfügt die NordLB noch über stille Einlagen in Höhe von 1,95 Milliarden Euro.

„Wir werden die Kapitalanforderungen der EU vollständig und fristgerecht erfüllen“, versicherte NordLB-Chef Gunter Dunkel. Trotz des schwierigen Marktumfelds arbeite die Bank weiter profitabel.

dpa


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